| 00.00 Uhr

Grevenbroich
Sturm fällt Bäume und beschädigt Autos

Sturmeinsätze in Grevenbroich
Sturmeinsätze in Grevenbroich FOTO: Staniek
Grevenbroich. Orkan "Niklas" schlug gestern im Grevenbroicher Stadtgebiet zu. Bäume blockierten Fahrbahnen oder stürzten auf parkende Fahrzeuge. Bis zum Nachmittag wurden fünf Autos beschädigt. Mehrere Löschzüge mussten ausrücken. Von Carsten Sommerfeld

Stürzende Bäume, beschädigte Autos, mit Ästen übersäte Straßen und eine Dixi-Toilette, die sich selbstständig machte und von der Polizei "eingefangen" werden musste. Sturmtief "Niklas" leistete ganze Arbeit. Vor allem in den Nachmittagsstunden hatte die Grevenbroicher Feuerwehr reichlich zu tun. Erinnerungen wurden wach an den verheerenden Pfingststurm "Ela" 2014. Zum Glück kam die Schlossstadt gestern vergleichsweise glimpflich davon, doch in mehreren Stadtteilen gab es Schäden.

Den Böen, die mit bis zu Tempo 100 durchs Stadtgebiet peitschten, hielten viele Bäume nicht stand. Auf dem Platz der Republik krachte eine zwölf Meter hohe Traubenkirsche auf eine Reihe abgestellter Autos, gleich vier Fahrzeuge wurden beschädigt. "Zunächst vermutete ich, dass mein Auto gestohlen wurde. Dann sah ich es unter dem Baum", sagt eine Frau, die nicht namentlich genannt werden möchte. Sie hatte ihr Auto am Rande des großen Parkplatzes abgestellt - wie andere auch. "Ich dachte: Lass es bitte nicht mein Auto unter dem Baum sein - doch es war meins", erklärte der Fahrer eines anderen Wagens, der Baum war auf dessen Motorhaube gelandet. "Ich befürchte, dass ich nie mehr mit dem Auto fahren kann."

Auf dem Platz der Republik stürzte gestern Nachmittag eine zwölf Meter hohe Traubenkirsche auf eine Reihe abgestellter Autos. FOTO: Dieter Staniek

Motorsägen kreischten auf, vorsichtig trennten Feuerwehrleute Ast um Ast ab, damit die Fahrzeuge nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen wurden. An der Stralsunder Straße in Noithausen entwurzelte der Sturm einen Nadelbaum, der ebenfalls auf einem Pkw landete.

Bis zum Nachmittag hatte die Wehr laut Einsatzleiter Maximilian Chiandetti mehrere weitere Sturmeinsätze. Auf der Kreisstraße 31 im Allrath drohte ein Baum auf die Fahrbahn zu fallen. Mit Hilfe der Drehleiter wurde er abgetragen. Auf der Talstraße in Kapellen blockierte ein Baum Fahrbahn und Gehweg. An einer Baustelle an der Lindenstraße wurden lose Bauteile gesichert. Insgesamt mussten 35 Feuerwehrleute ausrücken. Am Grevenbroicher Stadtwald zog der Sturm größtenteils vorüber: "Zum Glück", sagt Revierförster Frank Wadenpohl: "Im Bend wurden nur ein paar kleine Bäume durch Windböen gefällt. Alles kein Vergleich zum Pfingststurm ,Ela'." In der Nachbargemeinde Jüchen rückte die Feuerwehr sechs Mal aus. Zu den größten Einsätzen zählte ein hoher Baum, der an der Straße "Auf'm Pilgerweg" in Gierath in ein Haus zu stürzen drohte. "Über die Drehleiter haben wir den Stamm stückweise vorsichtig abgetragen", erklärte Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte der Gemeindefeuerwehr Jüchen bis in den späten Nachmittag unterwegs.

Einsatz auf der Stralsunder Straße in Noithausen: Dort wurde ein Kleinwagen unter einem Baum begraben. Insgesamt rückten 35 Feuerwehrleute aus. FOTO: Picasa
Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Grevenbroich: Sturm fällt Bäume und beschädigt Autos


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.