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Grevenbroich
Suermann setzt auf Plakate im Comic-Sprechblasen-Stil

Grevenbroich. Bürgermeisterkandidatin Martina Suermann (Mein Grevenbroich) möchte etwas Lockerheit in den ansonsten eher bierernsten Wahlkampf bringen. "Ein bisschen Humor hat noch niemandem geschadet", meint die Ratsfrau - und sorgt für durchaus originelle Farbtupfer. Zwischen den Wahlplakaten ihrer Mitbewerber ums Bürgermeisteramt hängen jetzt rund 50 Plakate im Comic-Sprechblasen-Stil. Auf den Plakaten steht: "Martina Suermann wählen". Geschickt platziert wirken die Sprechblasen fast, als sprächen die Bewerber im Comic-Stil eine Empfehlung für Martina Suermann als neue Bürgermeisterin aus. Eine solche Empfehlung geben die Konkurrenten natürlich mitnichten. Aber Suermann gelingt es, mit ihrer Aktion für Aufmerksamkeit zu sorgen - auch dank der in knalligem Magenta gehaltenen Plakate.

Suermanns Plakate sind vor allem über jenen mit dem Konterfei von Bürgermeisterin Ursula Kwasny (CDU) und Bürgermeisterkandidat Klaus Krützen (SPD) angebracht. Beide nehmen es sportlich. "Die Piraten haben so etwas Ähnliches im letzten Landtagswahlkampf zwar auch schon gemacht", sagt Krützen. "Aber die Aktion von Martina Suermann ist witzig gemacht. Das muss man neidlos anerkennen." Kwasny sieht zudem eine Abkupferung ihrer Wahlkampfplakate, auf denen Grevenbroicher für die Verwaltungschefin werben. "So schlecht kann die Idee also nicht gewesen sein", meint Kwasny. "Unterm Strich bringt Suermann nur eine schöne Farbe in den Wahlkampf."

Aufmerksamkeit erzeugen ist das eine, Argumente und Inhalt liefern das andere. Suermann setzt auf einen Mix - und hat zum Beispiel in Broschüren vorgestellt, was sie als Bürgermeisterin ändern würde.

(abu)
 
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