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Grevenbroich
"Synergy-Duo" eröffnet Gitarrenwoche in der Villa

Grevenbroich. Künstler-Ehepaar hatte bereits rund 3000 Auftritte.

Flirrende Klänge, elektrisierende Melodien, beschwörende Rhythmen - das "Synergy-Duo" mit Susan und Martin Weinert belegte beim Auftaktkonzert der neunten Grevenbroicher Gitarrenwochen einmal mehr, dass es zu den Ausnahmeerscheinungen in der europäischen Fusion-Szene gehört. Seit mehr als 30 Jahren reist das Künstler-Ehepaar durch die Welt. Ihr bisheriges Gesamtwerk umfasst zwölf CD-Produktionen und 3000 Auftritte.

Die Saarländer gaben sich in der Villa Erckens sympathisch-mitteilsam, ließen die Zuhörer an der Entstehungsgeschichte der Songs teilhaben und faszinierten mit Virtuosität und Einfühlsamkeit. Ihre Kompositionen offenbarten eine Mischung aus orientalischer Pentatonik, zeitgenössischem Jazz und skandinavisch anmutenden Kaskaden. Perfekt beherrscht Susan Weinert ihre soundverfremdete Nylon-String-Gitarre und sucht beim zuweilen entrückten Spiel den Augenkontakt zum Kontrabassisten, der ihr mit dem hölzernen Tieftöner fundamental folgt, aber auch eigene Akzente setzt. In eine Schublade lässt sich der Stilmix dieser Formation nicht einordnen. Zu individuell ist die Melange aus musikalischen Reiseeindrücken und kongenialen Instrumental-Improvisationen, die aus dem unwiederholbaren Moment entstehen und weit entfernt vom gängigen Mainstream stehen.

Mit einem fulminanten Bass-Solo eröffnete Martin Weinert gegen Ende des Programms den "Tanz der Schmetterlinge", eine Produktion, die im Rahmen eines Filmprojekts mit algerischen Musikern im Auftrag des Goethe-Instituts entstand. Mit "Fjord" entließen die Tonakrobaten aus Neunkirchen das Publikum im norwegischen Nebelschleier, der assoziativ durch die Stadtparkvilla waberte.

Quelle: NGZ
 
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