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Grevenbroich
Tempo-Messanlage kommt zurück

Grevenbroich. Der Elsener Klaus Langer kritisierte den Abbau an der Rheydter Straße. Von Carsten Sommerfeld

Der Verkehr auf der Rheydter Straße in Elsen sorgt weiter für Diskussion. Bereits bei der Stadtteilversammlung im Carl-Sonnenschein-Haus hatte Anwohner Klaus Langer kritisiert, dass der Schwerlastverkehr auf der Straße zunehme. Zudem stellte der Elsener fest, dass trotz der neuen Tempo-30-Zone viele Autofahrer nach wie vor 50 km/h und mehr gefahren seien.

Erfreut war er deshalb, "dass mein Vorschlag aufgegriffen und eine Geschwindigkeitsmessanlage installiert worden war". Tatsächlich schien die Tafel, die das Tempo den Fahrern anzeigt, "eine positive verkehrserzieherische Maßnahme zu sein", erklärt Langer. Dann die Ernüchterung: Nach recht kurzer Zeit sei die Anlage abmontiert worden. Langer vermutet Kräfte im Rathaus, die die Verkehrsberuhigung bekämpften. Der Elsener wandte sich in einem Schreiben an Bürgermeister Klaus Krützen, fordert den erneuten Aufbau der Anlage: "Hier geht es darum, eine für die von Lärm, Gestank, Schwerlastverkehr geplagten Anwohner geeignete Lösung zu finden" - und Besucher mehrerer Einrichtungen zu schützen. Die Tempo-30-Zone wurde im Bereich der Erich-Kästner-Schule und des Hauses St. Stephanus eingerichtet. Der Abbau der Messanlage hat Langer geärgert, "es braucht Zeit, bis eine solche Maßnahme die erforderliche Akzeptanz erfährt".

Eine gute Nachricht: Die Anlage wird wieder montiert. Als Grund für den Abbau nennt Krützen ein "internes Kommunikationsproblem. Wir wollen über drei Monate die gefahrene Geschwindigkeit erfassen", um zu aussagefähigen Daten zu gelangen. In seinem Schreiben fordert Langer zudem ein Durchfahrtverbot für Lkw über zwölf Tonnen und die Aufrechterhaltung der Tempo-30-Zone ohne Zeit-Limit. Ein Argument: Für die betroffenen 600 Meter benötige man bei Tempo 30 statt 50 nur 28 Sekunden länger.

Am 21. November befasst sich der Bauausschuss mit den 30er-Zonen. Krützen stellt bei der Straße "einen klassischen Interessenkonflikt" fest, den es auszugleichen gelte. "Den einen kann es nicht langsam genug gehen. Andere sagen, dass Verkehr unnötig gebremst werde."

Quelle: NGZ
 
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