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Grevenbroich
Theatergruppe "No Name" zeigt neues Stück im Kultus

Grevenbroich. Globalisierung ist das Thema der Eigenproduktion.

Was ist Globalisierung? Welche Hoffnungen und Ängste sind mit ihr verbunden? "No Name", die freie Jugendtheatergruppe am Jugendtreff "Ganz offenen Tür" (G.O.T.), hat sich Gedanken gemacht und nach Antworten gesucht. Herausgekommen ist die Eigenproduktion "Von der Kugel, die uns dreht", die jetzt im Café Kultus aufgeführt wurde.

Um es vorweg zu nehmen: Die Akteure, zwischen 14 und 17 Jahre alt, verbinden mit der Globalisierung eher etwas Bedrohliches bis Albtraumhaftes. Regisseur Marius Panitz - er teilte sich die Regiearbeit mit Werner Alderath - hat das Stück collageartig aufgebaut. Es gibt wechselnde Sprecher - sie versuchen, komplizierte Zusammenhänge zu erklären, wie man es von der "Sendung mit der Maus" her kennt. Und: Es gibt keine Hauptdarsteller, alle tragen ihren Anteil zu einer gelungenen Aufführung bei. Es sind Johannes Silvester Baum, Marie Christin Kalvelage, Sayana Ranjan, Dominik Michael Rüdiger Reimann, Lisa-Sophie Scholl und Katharina Wipperfürth.

Anhand einer "sprechenden Kaffeemaschine" machen die Akteure deutlich, was Globalisierung unter anderem bedeutet: Die Einzelteile wurden in unterschiedlichen Ländern produziert. Als Symbol für den schwer zu fassenden Begriff "Globalisierung" diente ein Globus in verschiedenen Ausführungen. Die jungen Leute schlüpften in die Rollen von gestressten Managern - die Globalisierung verbinden sie offenbar mit hohem Leistungsdruck. Und sie hinterfragten kritisch, ob die modernen Kommunikationsmittel nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein könnten. Zudem blieb Raum für eine Träumerei von einer solidarischen Welt, in der sich alle Menschen alles friedlich teilen.

Das "No Name"-Theater zeigt "Von der Kugel, die uns dreht" das nächste Mal am 9. Mai um 19.30 Uhr in der G.O.T., An St. Josef 4.

(barni)
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