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Grevenbroich
TuS-Rasen wird 33 000 Euro teurer

Grevenbroich. Sanierungs-Arbeiten im Schlossstadion schon um vier Wochen verzögert. Von Wiljo Piel

Der neue Hybridrasen im Schlossstadion wird nach Informationen unserer Zeitung etwa 33 000 Euro teurer als geplant. Das teilte die Verwaltung dem Stadtrat hinter verschlossenen Türen mit. Der Grund für den Anstieg: Bei der Entwässerung des Spielfeldes musste nachgebessert werden. Ursprünglich hatte die Stadt die Kosten für den Hybridrasen mit rund 275 000 Euro beziffert.

Wie unsere Zeitung berichtete, hatten Vertreter der Herstellerfirma Eurogreen ein "Versickerungsproblem" auf dem Fußballplatz festgestellt. Nach ihrer Ansicht bestehe die Gefahr, dass das Regenwasser künftig nicht vernünftig abläuft. Da das Unternehmen in einem solchen Fall keine Garantie übernimmt, musste die Stadt nachbessern und eine tiefere Drainage nach dem sogenannten "Verti Drain"-Verfahren anlegen - das trieb den Preis nach oben. Über die Kosten schwieg sich die Verwaltung bisher aus, erst auf Anfrage der UWG-Fraktion rückte sie im nichtöffentlichen Teil des Rates mit den Zahlen heraus. Statt 275 000 Euro soll der Platz nun rund 308 000 Euro kosten. Sportdezernent Michael Heesch bestätigt 33 000 Euro Mehrkosten zwar nicht, er streitet sie aber auch nicht ab.

"Der Hybridrasen wird sich verteuern, für die Kosten muss die Stadt aufkommen", sagt er lediglich: "Im Prinzip erreichen wir damit aber immer noch ein wirtschaftliches Ergebnis." Heeschs Vergleich: Hätte sich die Stadt im Vorfeld gegen das "Verti Drain"-Verfahren und für ein "Rundum-sorglos-Paket" mit einer Rohrdrainage entschieden, wären die Kosten um bis zu 70 000 Euro höher gewesen. Die zusätzlichen Arbeiten seien im Vorfeld nicht zu erkennen gewesen, sagt Heesch. Zwar hatte die Stadt schon 2010 ein Bodengutachten in Auftrag gegeben, "doch die darin getroffenen Aussagen zur Versickerungsfrage bezogen sich ausschließlich auf einen Kunstrasen, auf den wir später aus Kostengründen verzichtet haben", erläutert er.

Der Bau des Hybridrasens hat sich schon um vier Wochen verzögert. Ursprünglich sollte er Anfang Oktober übergeben werden. Eine Prognose zur Fertigstellung kann Heesch zurzeit nicht abgeben.

Quelle: NGZ
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