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Grevenbroich
TV-Show-Erfahrung für Gaststätte "Schmitze Sofie"

Grevenbroich. Die Gaststätte Schmitz ist wieder geöffnet. Geführt wird das heimische Traditionslokal jetzt von Beate Kirschner, der Sekretärin von TV-Koch Horst Lichter. Am Herd steht ihr Mann Klaus, der nach Lichter "zweitberühmteste" Fernsehkoch der Gemeinde. 2007 hatte Klaus Kirschner die ZDF-Küchenschlacht von Johann Lafer gewonnen und 2014 kochte er im Privatsender Vox "Das perfekte Dinner." Von Sebastian Meurer

Die wohl älteste Gaststätte der Gemeinde hatte zuvor 31 Jahre lang Angelika Hahn geführt, die sich Ende Juni zurückgezogen hat. "Ich habe berufsbedingt viel mit der Gastronomie zu tun, aber ich kenne kaum jemanden, der das so lange macht", würdigt Bernd Bausen die Leistung der bisherigen Inhaberin. Bausens Frau Rita gehört die Gaststätte an der Widdeshovener Straße 79. Seit 1856 befindet sich das Gebäude in Familienbesitz, und ebenso lange beherbergt es durchgängig eine Wirtschaft.

Neu ist jetzt deren Name: "Schmitze Sofie" war die Großmutter von Rita Bausen und hat das Lokal selbst Jahrzehnte lang geführt. Mit der Namensgebung soll bewusst an die Tradition der Gaststätte erinnert werden, die zu Zeiten von Angelika Hahn weit über Rommerskirchen hinaus mehr als nur ein Geheimtipp für gutes Essen war. Gerade auch diese Tradition will Klaus Kirschner nach Möglichkeit fortsetzen. Gleich zur Neueröffnung wartete der gebürtige Butzheimer mit von ihm sehr geschätzten "alpenländischen Spezialitäten" auf: Kaiserschmarrn, eine österreichische Frittatensuppe und eine gehörige Brettljause. Von Donnerstag bis Sonntag jeweils ab 17 Uhr ist die Gaststätte künftig geöffnet, Klaus Kirschner wird zwischen 18 und 21 Uhr am Herd stehen. Zuletzt tat er dies mehr als zwei Jahre lang im Clubheim der DJK Eintracht Hoeningen. Nachdem Bernd Bausen das Ehepaar Kirschner auf eine mögliche Übernahme der Gaststätte hin angesprochen hatte, brauchten die beiden noch Bedenkzeit, ehe sie das neue Kapitel aufschlugen. Beate Kirschner ist das Metier als gelernter Restaurant-Fachfrau nicht fremd, und dass ihr Mann Klaus kochen kann, war schon vor seinen Fernseherfolgen am Herd bekannt. Was ihn besonders freut: "Die Vereine sind alle zurückgekommen." Sowohl für die Schützen ist die Gaststätte mit ihrem großen Saal das "Hauptquartier" als auch für den Theaterverein "Gillbachbühne", der Anfang Oktober in die neue Saison hineingefeiert hat. Sollte es gewünscht sein, würde Kirschner auch sein "Siegesgericht" im "perfekten Dinner" noch mal kochen. Als Hauptspeise gab es Lungenbraten mit Zuckermöhren und dazu Safran-Buttersoße und Erdäpfel. Als Vorspeise hatte er heißen Bratapfel und Zwetschge, dazu Schaumwein mit Minzgefrorenem im Angebot. Horst Lichter hatte übrigens schon vorab gratuliert. Auf der Widmung für ein im Lokal zu sehendes Foto zeigte er sich sicher, dass Klaus Kirschner nach seinen Fernsehsiegen auch mit "Schmitze Sofie" gewinnen werde.

Quelle: NGZ
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