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Grevenbroich
Ulrike Guérot aus Elsen ist gefragte Europa-Expertin

Grevenbroich. Flüchtlinge sollen in Deutschland ihre Heimat nachbauen. Mit diesem Vorschlag, den sie gemeinsam mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse formulierte, macht Ulrike Guérot zurzeit Schlagzeilen. Die Direktorin der Berliner Denkwerkstatt "European Democracy Lab" ist eine Grevenbroicherin, sie wurde in Elsen geboren und machte mit 17 Jahren am Pascal-Gymnasium ihr Abitur. "Danach habe ich mich als Au-Pair-Mädchen in eine ganz andere Welt verpflanzt - nach Paris", berichtet die Mutter von zwei Söhnen.

Die Politikwissenschaftlerin, die 1994 in Münster promovierte, arbeitete unter anderem für den Deutschen Bundestag und in Paris in der Organisation "Notre Europe", die der frühere EU-Kommissar Jacques Delors ins Leben rief. Ihr Blick geht längst über Stadt- und Staatsgrenzen hinaus aufs Ganze, aufs Europäische. Von 2007 bis 2013 leitete sie das Berliner Büro des Europäischen Rates für auswärtige Beziehungen und ist Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab in Berlin. Ihr Leitspruch: "Deutschland ist ohne seine Nachbarn nichts. Wir müssen Europa immer mitdenken."

Ulrike Guérot publiziert in deutschen und europäischen Zeitschriften und gilt als gefragter Studiogast bei TV-Sendungen. Unter anderem war die gebürtige Elsenerin als Diskussionsteilnehmerin in der Sendung "Hart aber fair" mit Frank Plasberg und bei Maybritt Illner zu sehen. Im Herbst 2013 begleitete sie Bundespräsident Joachim Gauck auf seinem Staatsbesuch in Frankreich als Teil seiner offiziellen Delegation. Für ihr Engagement um Europa wurde Ulrike Guérot im Jahr 2003 zum Ritter des französischen "Ordre national du Mérite" ernannt.

Am 18. März wird ihr neues Buch mit dem Titel "Europa muss eine Republik werden - eine politische Utopie" erscheinen.

(wilp)
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