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Grevenbroich
Umweltzentrum startet neue Reihe

Grevenbroich. Schneckenhaus will mehr Grevenbroicher für Naturschutz begeistern. Von Wiljo Piel

Das Team des Umweltzentrums Schneckenhaus will mehr Grevenbroicher für die heimische Natur interessieren. Die Mannschaft um Norbert Wolf startet jetzt mit einer neuen Reihe, die Wissenswertes über Fauna und Flora in der unmittelbaren Umgebung vermitteln soll. "Wir werden Informationen liefern, die sich nicht so einfach ,googeln" lassen", verspricht Wolf.

Los geht es am Donnerstag, 14. Januar, 18 Uhr, mit einem Vortrag über die im Stadtgebiet lebenden Greifvögel. "Wir werden sicherlich auch über Brutgewohnheiten und Verhaltensweisen der einzelnen Arten berichten", sagt Norbert Wolf: "Uns geht es in erster Linie aber darum, ihre Lebensräume in der industriell geprägten und relativ dicht bebauten Stadt Grevenbroich aufzuzeigen - und wir werden Tipps geben, wie die Tiere am besten beobachtet werden können."

In den kommenden Monaten sind mehrere Bild-Vorträge geplant, die sich etwa mit den in der Stadt nistenden Eulen beschäftigen, oder mit den wilden Orchideen, die noch zahlreich rund um Grevenbroich wachsen. "Die Referate sind spannend und sollen gleichzeitig zum Nachdenken über den Schutz der heimischen Umwelt anregen", sagt Wolf. "Begleitend zu den einzelnen Themen sollen Exkursionen angeboten werden, um Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen zu besuchen", berichtet der Schneckenhaus-Chef.

Nachdem die Tierauffangstation geschlossen wurde, setzt das Umweltzentrum nun verstärkt auf Informationen für Naturfreunde. Das beschränkt sich nicht nur auf die geplanten Vortragsabende. Kinder lernen dort etwa den Bau von Nistkästen oder stellen Winterfutter für die heimischen Vögel zusammen, Schüler der beiden Gesamtschulen werden auf dem Gelände demnächst eine Imker-AG anbieten. "Viele junge Leute sind begeistert dabei", freut sich Wolf.

Auch jetzt in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein Besuch des Geländes. Viele Vögel haben an den Futterplätzen ihr Winterquartier bezogen - darunter auch seltenere Arten wie Kernbeißer und Mittelspecht. Bleiben die Temperaturen weiterhin mild, rechnet Norbert Wolf damit, dass auch Kröten, Molche und Frösche schon bald ihren Winterschlaf beenden werden.

Quelle: NGZ
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