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Grevenbroich
Umzug der Kirmes ist Thema im Rat

Grevenbroich: Umzug der Kirmes ist Thema im Rat
Der Grevenbroicher Kirmesplatz liegt seit vielen Jahren an der Graf-Kessel-Straße. Nach Plänen der Stadt soll er umgesiedelt werden. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Können Fahrgeschäfte auf dem ehemaligen Bauhof-Areal errichtet werden? Wird der TuS-Rasen beim Aufbau eines Zeltes zerstört? Fragen wie diese will Politiker und Schützenchef Peter Cremerius von der Stadt beantwortet wissen.

Eine von der neuen "Initiative für eine lebendige Innenstadt" ins Gespräch gebrachte Kirmesplatz-Alternative sorgte jetzt für Nachfragen im Rat. FDP-Politiker und Bürgerschützenpräsident Peter Cremerius will von der Stadtverwaltung wissen, ob es tatsächlich möglich ist, das Festzelt auf den Hybridrasen des Schlossstadions zu verlegen. "Besteht die Gefahr, dass der Rasen beschädigt wird?", fragte Cremerius, der dabei an die schweren Geräte des Zeltverleihers Barrawasser erinnerte. Die könnten das TuS-Grün beschädigen.

Darüber hinaus forderte der Ratspolitiker eine "grobe Einschätzung" der Stadt, ob der Vorschlag der Initiative, den Kirmesplatz auf das am Flutgraben brach liegende ehemalige Gelände der Wirtschaftsbetriebe zu verlegen, umgesetzt werden könne. Was die Fahrgeschäfte betrifft, will er wissen, ob Probleme mit Anwohnern oder der nahe gelegenen Bahnstrecke zu erwarten seien. Und: "Sind ausreichend Rettungswege für Feuerwehr und andere Einsatzkräfte vorhanden?"

Unter den Parteien in Grevenbroich sei es Brauch, keine Info-Stände während der City-Feste in der Fußgängerzone aufzubauen, sagte Cremerius. Demgegenüber habe die neue Initiative aber auf der Kölner Straße einen Stand errichtet, dort für ihre Ziele geworben und Unterschriften gesammelt - unter anderem für einen innenstadtnahen Verbleib des Schützen- und Kirmesplatzes. "Das ist ein Thema, das nicht von allen Politikern und auch nicht von allen Mitgliedern des Bürgerschützenvereins geteilt wird", sagte Cremerius. Dass auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe seinen Namen auf die Unterschriftenliste setzte, wertete der Mediziner so: "Er sollte lieber für mehr Hausärzte sorgen." Die Fragen des FDP-Politikers blieben im Rat unbeantwortet. Voraussichtlich in der nächsten Sitzung wird die Stadtverwaltung Stellung beziehen.

Die "Initiative für eine lebendige Innenstadt" hatte alleine beim City-Frühling, der am letzten April-Wochenende veranstaltet wurde, mehr als 1300 Unterschriften gesammelt. Am kommenden Donnerstag haben die Aktiven um Achim Mikulla einen Termin bei Bürgermeister Klaus Krützen. Die Initiative hat unter anderem recherchiert, welche Erfahrungen andere Kommunen mit der Verlegung von Festplätzen gemacht haben. Erste Ergebnisse dieser Arbeit sollen im Gespräch mit Krützen vorgestellt werden.

(wilp)
 
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