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Grevenbroich
"Unternehmerbox" soll kreative Ideen fördern

Grevenbroich: "Unternehmerbox" soll kreative Ideen fördern
Tobias Holzweiler und Norman Keutgen sind mit "Lavidalocker Clothings" ins Bahnhofsviertel gezogen. Weitere Jungunternehmer sollen folgen. FOTO: LBER
Grevenbroich. Das City-Management schnürt ein Rundum-sorglos-Paket für junge Unternehmer, die sich fürs Bahnhofs- und Montzviertel interessieren. Von Wiljo Piel

Weil der Eigentümer kreative Leute für sein leer stehendes Ladenlokal suchte, haben die Jungs von "Lavidalocker Clothings" gleich zugeschlagen. Norman Keutgen, Tobias Holzweiler und Julius Kunold verlegten die Unternehmenszentrale ihres hippen Klamottenlabels von einem Jugendzimmer in der Südstadt direkt ins Bahnhofsviertel. Dort will das Trio endgültig durchstarten.

Das Modelabel aus Grevenbroich ist Vorbild für eine Aktion, die Wolfgang Haensch mit seinem Team in Angriff nehmen möchte. Der Innenstadt-Manager von der Kölner Berater-Firma "Cima" möchte Existenzgründer und Jungunternehmer für eine Ansiedlung im Montz- und Bahnhofsquartier interessieren, auch um mehr Leben in die beiden Viertel zu bringen. Laut Innenstadt-Management stehen dort aktuell 18 kleinere und größere, zum Teil kernsanierte Ladenlokale leer.

"Der klassische Filialist wird in diese beiden Viertel nicht einziehen", sagt Wolfgang Haensch. Der Standort sei aber attraktiv für junge, kreative Unternehmer, die dort Geschäftsideen aus den Sparten Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung umsetzen möchten. Ein Vorteil aus seiner Sicht: "Die Läden sind für eine relativ günstige Miete zu haben." Aber das soll nicht das einzige Lockmittel sein. Haensch und sein Team arbeiten zurzeit an einem Projekt, das mit "Unternehmerbox Grevenbroich" überschrieben und so etwas wie ein Rundum-sorglos-Paket ist.

"Wir wollen Interessierte bestmöglich unterstützen, damit ihnen der Schritt in die Selbstständigkeit gelingt", sagt Wolfgang Haensch. Existenzgründer, die sich im Bahnhofs- oder Montzviertel ansiedeln möchten, sollen künftig vom Innenstadt-Management das für sie passende Ladenlokal angeboten bekommen. "Möglichst mit einem Einjahres- statt des üblichen Fünfjahresvertrages", sagt Haensch, der in dieser Sache noch mit den Eigentümern der jeweiligen Immobilien verhandeln will. Darüber hinaus sollen junge Unternehmer im ersten Jahr mit seinem Businessplan sowie Beratungsangeboten der städtischen Wirtschaftsförderung und des Starter-Centers des Rhein-Kreises unterstützt werden.

Ebenfalls zur "Unternehmerbox" gehört ein Angebot des Innenstadtmanagements, das den Firmen als "Kümmerer" zu Seite stehen will - etwa wenn es um organisatorische Fragen oder um Kontakte in die Stadtverwaltung geht. Nicht zuletzt ist eine finanzielle Förderung in der Startphase geplant. Mit Unterstützung von Sponsoren soll den Jungunternehmern ein Zuschuss (etwa 3000 Euro) für die "Erstausstattung" gewährt werden.

Vorgestellt wurde das Projekt erstmals in der vergangenen Woche während des Bürgerforums im Bernardussaal. "Wir haben sehr gute Resonanz auf diesen Vorschlag bekommen", sagt Wolfgang Haensch, der das Projekt nun mit seinem Team umsetzen möchte. Der Innenstadt-Manager geht davon aus, dass das Vorhaben innerhalb des ersten Quartals nächsten Jahres an den Start gehen kann.

Quelle: NGZ
 
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