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Grevenbroich
UWG/ABG gegen "interne Lösung"

Grevenbroich. Fraktionschef Carl Windler: Spitze der Stadtbetriebe darf kein Nebenamt sein.

Der Vorschlag der Stadtverwaltung, den Vorstand der neuen Stadtbetriebe Grevenbroich AöR mit internen Kräften zu besetzen, trifft auf Kritik der UWG/ABG-Fraktion. Damit werde die Politik vor vollendete Tatsachen gestellt, sagt Vorsitzender Carl Windler. "Es ist im Rathaus offenbar nicht einmal versucht worden, externes Personal für die Spitze der neuen Stadtbetriebe zu bekommen."

Noch ist nicht entschieden, wie der Vorstand besetzt werden soll. Offiziell werden auch keine Namen genannt. Nach Informationen unserer Redaktion sollen Kämmerin Monika Stirken-Hohmann für die finanzielle und Dezernent Florian Herpel für die technische Seite der Stadtbetriebe verantwortlich zeichnen. Die CDU hat sich bereits für eine interne Lösung zum Start des WGV-Nachfolgers ab dem 1. Januar 2018 ausgesprochen - nicht zuletzt auch aus Kostengründen. Eine externe Kraft würde den Haushalt der Stadt zusätzlich belasten, argumentiert die Union. Das Geld sieht Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser besser in Schulen oder Kindertagesstätten im Stadtgebiet investiert.

Die UGW/ABG-Fraktion ist da anderer Meinung. "Ich denke, dass die Stadt eine Ausschreibung starten sollte, um geeignetes Personal auf dem freien Markt zu bekommen", sagt Carl Windler. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung - denn: "Ich zweifele stark daran, dass die immerhin 220 Mitarbeiter umfassenden Stadtbetriebe in einem Nebenamt von zwei städtischen Bediensteten geleitet werden können", meint der Fraktionsvorsitzende. Zumal Monika Stirken-Hohmann neben ihrem Job als Stadtkämmerin auch noch andere Aufgaben wahrnehmen müsse - etwa als Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). "Wie viele Hüte soll sie denn sonst noch aufsetzen?", fragt Carl Windler, der die interne Lösung als "nicht erfolgversprechend" bezeichnet.

Für ärgerlich hält es der Fraktionsvorsitzende, dass sich Bürgermeister Klaus Krützen gegenüber der Politik noch nicht zur Besetzung der Stadtbetriebe-Spitze geäußert habe. "Er sollte uns allmählich mal erklären, warum er die interne für eine ideale Lösung hält."

(wilp)
 
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