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Grevenbroich
UWG/ABG kritisieren Personalvorschlag für Stadtbetriebe

Grevenbroich. Heute Abend entscheidet der Rat über die neue Satzung der Stadtbetriebe Grevenbroich AöR. Im Vorfeld kündigt die UWG/ABG-Fraktion an, diesem Papier nicht zuzustimmen. Sie fühlt sich nicht ausreichend informiert.

"Was die Personalentscheidungen für die AöR angeht, gibt es keinerlei Kommunikation zwischen dem Rathaus und den kleinen Fraktionen", kritisiert Vorsitzender Carl Windler. So hätten die beiden Wählergemeinschaften erst durch Hörensagen erfahren, dass der Vorstand mit der Stadtkämmerin Monika Stirken-Hohmann und dem Beigeordneten Florian Herpel besetzt werden soll. "Uns liegt lediglich eine Einladung für die Verwaltungsratsversammlung am nächsten Dienstag vor, in der beide benannt werden sollen", sagt Windler.

Diese Personalentscheidung wird von UWG/ABG kritisiert. "Auf der Vorstandsposition hätten wir gerne eine externe Fachkraft gesehen", sagt Fraktionsvize Rolf Göckmann. Sein Argument: "Der Neuaufbau eines Unternehmens lässt sich nicht mal so nebenbei erledigen. Monika Stirken-Hohmann hat etwa mit dem städtischen Finanz-Fachbereich und der Geschäftsführung der Stadtentwicklungsgesellschaft genug zu tun."

Ohne eine neue Führungspersönlichkeit an der Spitze der AöR werde es keine positiven Veränderungen geben, befürchten Windler und Göckmann. "Das ist eine sehr schlechte Lösung."

Das gelte auch für den von der CDU geäußerten Vorschlag, den Jahresabschluss der Stadtbetriebe künftig von einem externen Wirtschaftsprüfer untersuchen zu lassen - und nicht von der internen Revision, wie es die SPD will. "Ich weiß nicht, welcher Teufel die Union da geritten hat", sagt Carl Windler. UWG und ABG hätten es lieber umgekehrt: Ein extern besetzter Vorstand sollte durch das städtische Rechnungsprüfungsamt kontrolliert werden.

Der Stadtrat trifft sich um 18 Uhr im Bernardussaal am Alten Rathaus zu seiner letzten Sitzung des Jahres. Zuschauer sind willkommen.

(wilp)
 
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