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Grevenbroich
UWG/Aktive nimmt Sozialverbände ins Visier

Grevenbroich. Mutige Ansätze formuliert die Kreistagsfraktion von UWG und Die Aktive nach ihrer Klausurtagung, die "wie schon in den Vorjahren, zur Kostenminimierung in den eigenen Geschäftsräumen" stattfand. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kämmerer Ingolf Graul waren Gäste der Beratungen. Ins Visier der Fraktion, die drei Kreistagsabgeordnete stellt, sind die Sozialverbände und das Personal der Kreisverwaltung geraten.

Vorsitzender Carsten Thiel und seine Mitstreiter bescheinigen dem Sozialverbänden zwar eine "sehr gute und günstige Arbeit", aber sie fordern eine Angebotsüberprüfung: Kurse, die nur wenig Zulauf finden, stoßen ebenso auf Kritik wie Seminare gleichen Inhalts, die von mehreren Veranstaltern ins Programm genommen werden. Thiel: "Daher beantragen wir, dass der allgemeine Zuschuss an die Wohlfahrtsverbände ab 2019 gestrichen und nur noch projektbezogen finanziert wird." Außerdem sollen die Leistungen der Wohlfahrtspflege für alle Anbieter im Kreis ausgeschrieben werden: "Ausschlaggebend sollen Preis und ein schlüssiges Konzept sein. Mehrfachangebote mit geringer Auslastung müssen verhindert werden."

Auch das Thema Personal in der Kreisverwaltung, zu dem die Politik ansonsten meist schweigt, setzt die Fraktion von UWG/Die Aktive auf die Tagesordnung. Sie hält eine Neuorganisation bis 2020 für erforderlich. Ihr geht es darum, Synergien zu bilden, aber auch Altersstruktur, Teilzeitstellen und die Digitalisierung zu berücksichtigen. Die Verwaltung werde beauftragt, so heißt es in einer Erklärung, darzulegen, wie sich die Altersstruktur in auswirken werde. Und auch die Krankenquote im Kreishaus thematisieren Thiel & Co: "Möglichkeiten zur Reduzierung des Krankheitsstandes sollen aufgezeigt werden."

(lue-)
 
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