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Grevenbroich
UWG fordert den Verzicht auf ein 230.000 Euro teures Feuerwehrauto

Grevenbroich. Die Diskussion um die Beschaffung neuer Feuerwehr-Fahrzeuge geht weiter. Die UWG-Fraktion beantragt jetzt nach ihrer Etatberatung, auf den Kauf eines neuen Wechselladers unter "Berücksichtigung der Haushaltslage" zu verzichten und den Haushaltsansatz von 230.000 Euro im Etatentwurf zu streichen.

Der Wechsellader (WLF) - ein Lastwagen, der verschiedene Abrollbehälter mit Geräten zur Einsatzstelle bringen kann - soll 2016 gekauft werden. Doch UWG-Fraktionschef Carl Windler sieht dafür keine Notwendigkeit. "Nach unserem Kenntnisstand hat das zu ersetzende Fahrzeug lediglich eine Laufleistung von circa 30.000 Kilometern. Es sollte weiter im Dienst bleiben." Außerdem verfüge die Wehr über einen zweiten Wagen dieser Art. Das ältere WLF ist bereits 25 Jahre alt, das jüngere 18 Jahre.

Die UWG verweist aber auch auf die Wirtschaftsbetriebe, die bei Bedarf ein solches Fahrzeug zur Verfügung stellen können. "Und wenn in Zukunft der Kauf des Feuerwehr-Wechselladers unumgänglich sein sollte, dann sollte man einen gebrauchten, preiswerteren Wagen beschaffen", sagt der Fraktionschef. Die Stadtverwaltung gab gestern noch keine Stellungnahme ab, der UWG-Antrag solle erst inhaltlich geprüft werden.

Entzündet hatte sich die Diskussion um Anschaffungen für die Wehr an dem für 2016 geplanten Kommandowagen. Kosten von mehr als 60.000 Euro hielten die Politiker für zu viel. Der Rat beschloss, die Ausschreibung aufzuheben. Der Wagen wird laut Verwaltung vorerst nicht beschafft. Bürgermeister Klaus Krützen schlägt den Fraktionen vor, die Anschaffung komplett aus dem Etat 2016 herauszunehmen. Dies hat jetzt auch die UWG gefordert.

Kritik gibt es auch zu einem anderen, für 2017 geplanten Wagen: Die CDU hatte die in der Haushaltsplanung angegebenen Kosten für einen Einsatzleitwagen - 245.000 Euro - als zu hoch kritisiert.

(cso-)
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