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Grevenbroich
UWG fordert Informationen zur Zukunft des Schneckenhauses

Grevenbroich. Die UWG-Fraktion im Stadtrat macht sich Gedanken über die Zukunft der hölzernen Bio-Station im Bend - ein Relikt aus Landesgartenschauzeiten. 1995 wurde sie als Info-Zentrum des Landes Nordrhein-Westfalen eingerichtet, ein Jahr später zog dort - wegen des ungebrochenen Interesses der Grevenbroicher an Naturthemen - Umwelt-Experte Norbert Wolf mit seinem Zivi-Team ein. Seither wurden in der "Schnecke" und auf dem angrenzenden Gelände verletzte Wildtiere aufgepäppelt und jährlich hunderte von Kindern in Sachen Natur und Umwelt geschult. Bis 2013.

Damals stoppte das Kreisveterinäramt die Aufnahme von Wildtieren und begründete die Maßnahme unter anderem mit schweren hygienischen Mängeln. Zudem hatte sich im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums eine LANUV-Expertenkommission eingeschaltet und nach einer Ortsbegehung Sofortmaßnahmen erlassen. Das Schneckenhaus wurde später zum Natur-Informationszentrum.

Die Aufnahme von Tieren im Schneckenhaus, heißt es jetzt in einer Anfrage der UWG zur nächsten Sitzung des Stadtrats am 25. August, gehöre der Vergangenheit an und werde wohl künftig auch nicht mehr möglich sein. Also: "Was geschieht mit den Mitarbeitern? Was geschieht mit dem Gebäude?", wollen die Fraktionsmitglieder von der Stadt wissen. "Uns liegt das Haus sehr am Herzen, es hatte immer seine Berechtigung, aber darüber, wie es konkret weitergehen soll, haben wir von der Verwaltung schon lange nichts mehr gehört", sagt UWG-Fraktionschef Carl Windler. "Der Holzbau ist jetzt mehr als 20 Jahre alt und folglich in keinem sehr guten Zustand. Wir möchten einfach einmal wissen, wie der Stand der Dinge ist."

2014 wollte die UWG das Schneckenhaus sogar schon unter Denkmalschutz stellen, um das Holzgebäude mit seiner ungewöhnlichen, schneckenhausförmigen Architektur auf Dauer erhalten. Die Verwaltung lehnt den Vorschlag seinerzeit allerdings ab.

(juha)
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