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Grevenbroich
UWG fordert regelmäßigen Check für öffentliche Kunstwerke

Grevenbroich. Die UWG-Fraktion hat die Stadtverwaltung aufgefordert, ein Konzept für die Pflege und den Unterhalt von Kunstwerken im öffentlichen Raum zu erarbeiten. Das Thema soll in der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause aufgerufen werden.

Anlass für den Antrag ist das Kunstwerk "Knospenbaum" des Künstlers Will Brüll, um das sich niemand kümmerte, bis dass es im Wevelinghovener Stadtpark beinahe verrottete. "Zum Glück haben sich die Augustiner dieser Skulptur angenommen", sagt Ratsherr Hubert Rütten: "Das Edelstahl-Kunstwerk wird auf deren Kosten für den neuen Standort am Martinus-Seniorenstift wieder auf Vordermann gebracht." Vor diesem Hintergrund hält Rütten es notwendig, dass sämtliche Kunstwerke im Stadtgebiet regelmäßig überprüft werden.

"Es kann nicht sein, dass Skulpturen oder Brunnen in Grevenbroich stehen, die offenbar niemanden interessieren und damit dem Verfall preisgegeben sind", sagt Hubert Rütten. Nach Meinung der UWG müsse ein turnusmäßiger Check erfolgen, damit die Kunstwerke im öffentlichen Raum möglichst lang erhalten bleiben und teure Reparaturen vermieden werden. "Wird ein Schaden früh erkannt, kann er vielleicht für 100 Euro behoben werden", meint der Ratsherr beispielhaft: "Erkennt man ihn aber zu spät, könnte eine Wiederherstellung leicht das Zehnfache kosten." Bei dieser Gelegenheit will die UWG in der Ratssitzung am 25. August auch die Frage stellen, ob es gewollt war, dass das 2002 im Elsbachtal angelegte Landart-Kunstwerk "Entwicklungsfelder" nahezu komplett von der Bildfläche verschwand. Das gesamte Gelände sei mittlerweile zugewachsen, von dem rund 200.000 Euro teuren Symbol für die sich wandelnde Landschaft im Revier sei nichts mehr zu sehen, sagt Rütten.

Insgesamt stehen rund 70 Kunstobjekte in Grevenbroich. Dazu zählt auch der "Energiebrunnen" auf der Stadtparkinsel. Das Kunstwerk gilt wegen starker Verkalkungen, die tief in das Material eingedrungen sind, als irreparabel beschädigt.

(wilp)
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