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Grevenbroich
UWG will neuen Standort für verbannten "Knospenbaum"

Grevenbroich. Der in den Stadtpark verbannte "Knospenbaum" soll wieder zurück in den Ort. Das fordert die UWG. In einem Brief an den Grevenbroicher Kulturdezernenten Michael Heesch bittet Fraktionsvorsitzender Carl Windler darum, die Skulptur an das neue Seniorenwohnstift St. Martinus am Klosterweg zu versetzen.

Jahrzehntelang zierte der "Knospenbaum" des Bildhauers Will Brüll das Wevelinghovener Zentrum. Mit der Umgestaltung des Marktplatzes wurde das Kunstwerk in den Stadtpark versetzt, dort ergänzt es den sogenannten "Skulpturenpfad", der sich von Grevenbroich entlang der Erft nach Wevelinghoven zieht.

"Wir sind mehrfach darauf angesprochen worden, ob der ,Knospenbaum' wieder allen Bürgern zugänglich gemacht und dauerhaft erhalten werden kann", sagt Carl Windler. Im Stadtpark friste das Kunstwerk ein eher klägliches Dasein, es sei vernachlässigt worden.

Ein besserer Standort sei das Seniorenzentrum an der Erft, das sich mit Ausstellungen, Lesungen und geplanten Open-Air-Konzerten auch zu einer Begegnungsstätte für kulturell Interessierte entwickele. "Der Träger des Hauses bietet an, die Patenschaft für das Kunstwerk zu übernehmen, dieses Instand zu setzen und zu erhalten", sagt Windler. Zudem sei laut UWG auch der Künstler mit einer Versetzung der Skulptur einverstanden.

In den vergangenen Jahren hatte sich insbesondere der ehemalige Grevenbroicher Kulturamtsleiter Werner Amian für eine Rückkehr der Edelstahl-Skulptur ins Zentrum des Ortes eingesetzt. Der Kulturausschuss war jedoch gegen ein solches Vorhaben - übrigens auch mit Stimmen der UWG.

(wilp)
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