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Grevenbroich
Verein begeistert Schüler für Jobs in Industrie

Grevenbroich: Verein begeistert Schüler für Jobs in Industrie
Gründer Eberhard Uhlig (l.) und Schulleiter Manfred Schauf mit Schülern des Vereins "Pascal-Technikum" FOTO: cka
Grevenbroich. Der Verein "Pascal-Technikum" ermöglicht Gymnasiasten seit zehn Jahren, in Unternehmen aus Industrie und Forschung Eindrücke zu sammeln und sich für die Zukunft zu orientieren.

Naturwissenschaften haben den Ruf, schwierig zu sein - und zwar in erster Linie bei Schülern. Doch: Gesellschaft und Industrie leben davon, Technologien voranzutreiben und neu zu entwickeln. "Deshalb ist es wichtig, schon bei Schülern Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken", sagt Eberhard Uhlig. Er ist Vorsitzender des Vereins "Pascal-Technikum Grevenbroich", der genau dieses Ziel verfolgt und in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 270 Schülern die Möglichkeit bot, Industrieunternehmen "hautnah" kennenzulernen und erste Arbeitseindrücke zu sammeln.

Bei einem Festakt im Kloster Langwaden blickte der Verein jetzt mit rund 250 Unternehmensvertretern, Schülern und Eltern auf das zehnjährige Bestehen des Vereins zurück. "Rund ein Drittel der Schüler, die an den Kursen des Vereins teilnehmen, kommen aus der Oberstufe unserer Schule", sagt Manfred Schauf, Schulleiter am Pascal-Gymnasium. Die Vereinsarbeit diene vor allem der Berufsorientierung.

Das "Pascal-Technikum"-Angebot richtet sich aber an alle Schulen mit einer gymnasialen Oberstufe in der Umgebung. "Dabei sind unter anderem Gymnasien und Gesamtschulen aus dem Raum Neuss, Dormagen und Bedburg", erzählt Schulleiter Manfred Schauf. Das Besondere: Obwohl von "Kursen" die Rede ist, findet kein Unterricht in den Schulen selbst statt. "Die Schüler besichtigen große Industrie- oder Forschungsunternehmen vor Ort - und das zweimal im Monat", sagt Schauf. Die Eltern der Vereins-Kinder zahlen monatlich einen Mitgliedsbeitrag von 50 Euro.

Gegründet wurde das "Pascal-Technikum" vor zehn Jahren von Wolf Ostler und Eberhard Uhlig, der die RWE-Kraftwerke in Frimmersdorf und Neurath leitet. Der Energiekonzern zählt daher natürlich auch zu den Unternehmen, die den Schülern Einblicke gewähren. "Darüber hinaus pflegen wir Kontakte zu rund 20 anderen Partnern. Dazu zählen unter anderem der TÜV Rheinland oder der Erft-Verband", berichtet Eberhard Uhlig, der Schüler auch davor bewahren möchte, etwas zu studieren, von dem sie keinen praktischen Eindruck erfahren konnten. "Außerdem macht sich deutlich eine Trendwende bemerkbar. Die technischen Ausbildungen sind nicht mehr so stark gefragt." Laut Eberhard Uhlig würden viele der Schüler, die im Verein aktiv sind und die Chance nutzen, in ihrer Freizeit Unternehmen genauer kennenzulernen, später dann tatsächlich in technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen aktiv werden.

Bei der Jubiläumsveranstaltung im Kloster Langwaden dankte auch Bürgermeisterin Ursula Kwasny den Initiatoren und Förderern des Vereins. "Ich möchte Sie ermutigen, den eingeschlagenen Weg fortzuführen", sagte die Verwaltungschefin, die gemeinsam mit den anderen Gästen auch einige spannende chemische und technische Experimente verfolgte, die im Stefanssaal vorgeführt wurden.

(cka)
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