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Grevenbroich
Vereine hoffen auf Zuschüsse für Flüchtlingshilfe

Grevenbroich. Der Verein "b!fair" und der Caritasverband wollen im nächsten Jahr Spielgruppen für Flüchtlingskinder einrichten. Von Elena Burbach

Seit 2012 kümmert sich der Verein für Gewaltprävention und Kinder- und Jugendförderung "b!fair" um den Einsatz des Spielmobils in Grevenbroich. Im kommenden Jahr soll er auch bei der Betreuung von Flüchtlingsfamilien zum Einsatz kommen.

Bislang fährt der Verein mit dem Spielmobil insbesondere strukturschwächere Gebiete an, sagt Vorsitzender Michael Karrenberg. Seit einem Jahr sind auch Flüchtlingsunterkünfte Ziel. "Die Einsätze finden bislang schwerpunktmäßig im Frühjahr und Sommer statt", sagt Karrenberg.

Aufgrund der bisher guten Zusammenarbeit mit dem Jugendamt soll im nächsten Jahr das Angebot von "b!fair" auch auf die Zeiten außerhalb der "Spielmobilsaison" ausgeweitet werden, freut sich Karrenberg. Dafür plant der Verein in Kooperation mit der Stadt Eltern-Kind- und Spielgruppen für Flüchtlingsfamilien anzubieten.

Möglich wird das Projekt durch Fördermittel, die vom Land NRW für Beutruungsangebote für Kinder aus Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt werden. Dabei sollen insbesondere Kinder von null bis sechs Jahren in den Spielgruppen betreut werden, um ihnen den Übergang in eine Kindertagesstätte oder Schule zu erleichtern, erklärt Karrenberg.

Damit der Verein für die Förderung in Frage komme, habe "b!fair" einen Antrag stellen müssen, um als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt zu werden. "Bislang war diese Anerkennung nicht notwendig", sagt Karrenberg, freut sich jedoch, dass dem Antrag im Jugendhilfeausschuss zugestimmt wurde. "Das war der erste Schritt", sagt der Sozialpädagoge. Nun soll es in die konkrete Planung für die Spielgruppen gehen. "Mit Flüchtlingsfamilien zu arbeiten ist für uns etwas ganz Neues, aber auch etwas sehr Reizvolles", sagt Karrenberg. Es bleibe abzuwarten, wie das Angebot bei den Familien ankäme. "In erster Linie geht es darum, die Arbeit der Kitas und Schulen zu unterstützen", erklärt er. Das Angebot solle darauf abzielen, die Kinder auf das Wertesystem ihrer neuen Heimat einzustellen und sie auf den sozialen Kontakt in Schulen und Kindergärten vorzubereiten. Neben "b!fair" ist das Jugendamt ebenfalls auf den Caritasverband des Rhein-Kreis Neuss zugegangen. Sollten die Zuschüsse vom Land bewilligt werden, könnte die Arbeit der beiden Vereine zu 100 Prozent finanziert werden, sagt die städtische Pressesprecherin Ines Hammelstein. Die Projektidee des Fachbereichs Jugend sieht dafür vor, dass "b!fair" ab dem ersten Januar 2017 zwei Mal wöchentlich eine Betreuung von zehn Eltern mit Kindern übernehmen soll, die benötigte Fördersumme liegt dafür bei 6000 Euro. Der Caritasverband soll sich an dem Projekt ab April nächsten Jahres beteiligen und ein Mal wöchentlich Eltern-Kind-Gruppen betreuen. Für den Zeitraum bis Ende nächsten Jahres würden hierfür 1680 Euro an Kosten anfallen.

Quelle: NGZ
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