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Adventszauber in Grevenbroich
Viele Händler sind nicht zufrieden

Adventszauber in Grevenbroich: Viele Händler sind nicht zufrieden
In Ruhe Geschenke einkaufen konnten die Grevenbroicher in der City, Viele Händler hätten sich aber mehr Frequenz gewünscht. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Zwischen Enttäuschung und Zufriedenheit schwankte die Bilanz bei Geschäftsleuten für den zweitägigen "Adventszauber" in der Innenstadt. So mancher Grevenbroicher blieb wegen des feuchten und kalten Wetters zu Hause. Von Carsten Sommerfeld und Ursula Wolf-Reisdorf

Nein, Gedränge gab es gestern nicht beim verkaufsoffenen Sonntag in der Grevenbroicher Innenstadt. Der "Adventszauber" am Wochenende bot die Möglichkeit, ohne überfüllte Einkaufsstraßen ganz in Ruhe Geschenke zu kaufen. Die Bilanz über den "Adventszauber" fiel geteilt aus - bei Händlern und Kunden.

Mirella Preste kaufte mit ihrem Sohn Artan (16) ein - und war erfolgreich: "Mein Sohn hat eine Winterjacke bekommen, und ich habe schöne Schuhe gefunden", erzählt die Bedburgerin, die gerne nach Grevenbroich kommt. "Sehr übersichtlich" fanden dagegen Christoph (52) und Sabine Grippekoven (48) das Angebot in Grevenbroich. Ihre Ausbeute war klein. Sie kauften einen Gutschein und Parfum. Super zufrieden waren Charlotte und Friedhelm Cremer, die von Ute Niessner begleitet wurden. "Die Grevenbroich-Taschen des Werberings sind klasse", sagten sie. Die drei starteten mit einem Essen, kauften Winterpullis und Weihnachtsgeschenke: "Das Gute liegt so nah, wir finden hier alles."

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Unterschiedliche Stimmung gab es auch bei Geschäftsleuten. "Der Samstag war gut. Heute, am Sonntag, ist es recht ruhig. Ich hätte mehr erwartet", sagte gestern Ute Quesada von der Parfümerie Becker im Montanushof. "Zu ruhig", erklärte Victor Göbbels im Jack Wolfskin Store. Er befürchtet, "dass wir das während des Weihnachtsgeschäftes, das ja eine Woche kürzer ist als sonst, nicht wieder aufholen." Sein Vorschlag: "Die Stadt könnte in der Adventszeit um 16 Uhr die Parkautomaten abschalten, damit mehr Menschen nach der Arbeit in die Stadt kommen und Besorgungen machen."

Sabrina Handke (25) von "Sa.sch" ist mit beiden Tagen zufrieden. "Die Kunden kamen in Strömen. Wir haben uns zeitweise gefragt, Sind die mit Bussen gekommen'?", sagte sie zum Samstag. "Am Sonntag Morgen haben wir noch Pullis eingekauft, weil viele bereits weg waren." Werbering-Chef Heiner Schnorrenberg erklärte dagegen: "Ich denke, dass das Wetter einige vom Besuch der Innenstadt abgehalten hat, schlechter konnte das Wetter nicht sein." Der Lederwaren-Händler war mit der Frequenz nicht zufrieden. Doch: "Die Kunden, die kamen, freuten sich über die entspannte Einkaufsatmosphäre. Grevenbroich ist eine beschauliche Einkaufsstadt ohne Hektik. Viele Kunden kommen bewusst deshalb."

Zwischen den Besorgungen konnten City-Besucher über den Weihnachtsmarkt mit Bühnenprogramm flanieren. In vielen Geschäften gab es etwa Plätzchen oder Glühwein. In der Coens-Galerie duftete "Gratis-Popcorn", während Kinder auf der Bank geduldig warteten, bis sie beim Schminken an der Reihe waren. Auch anderswo hatten die Kleinen Spaß: Am Stand der "Engelspost" im Montanushof - für einige Bilder gibt's Preise - malte Philipp (6) einen bunten Engel.

Das Fazit vieler City-Händler steht nicht im Einklang mit dem Resumee des Handelsverbandes NRW Rheinland, der von "gut gefüllten Einkaufsstraßen und Geschäften" am Samstag sprach.

Quelle: NGZ
 
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