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Grevenbroich
Viele Hürden für Geschäftserweiterung in Gindorf

Grevenbroich. Mit dem Einkaufszentrum Zur Wassermühle in Gindorf befasst sich morgen der Stadtrat. Nach Anfragen zur Erweiterung von Geschäftsflächen schlägt die Verwaltung vor, einen Bebauungsplan für das Gebiet zu erstellen und zu klären, "ob und in welchem Umfang neben der Bestandssicherung eine Erweiterung der Verkaufsflächen möglich ist". Zugleich soll eine Veränderungssperre für das Areal verhängt werden.

Anlass sind zwei Bauvoranfragen. So soll laut Stadt das Bekleidungsgeschäft Kik um den ehemaligen Schlecker-Markt erweitert werden, die Kik-Fläche würde von 472 auf 660 Quadratmeter wachsen. Eine weitere Anfrage liegt für eine Erweiterung des Netto-Marktes um 200 auf 860 Quadratmeter vor. Das dritte großes Geschäft im Areal ist Aldi. Doch für die Erweiterungspläne für Kik und Netto gibt es viele Hürden und zu klärende Fragen. Von der Industrie- und Handelskammer liegt laut Stadt zur Netto-Erweiterung bereits eine "negative Stellungnahme" vor. Vom Regional- bis zum Gebietsentwicklungsplan, nach dem "ausnahmsweise geringfügige Erweiterungen zulässig" sind, gilt es etliche Vorgaben etwa zu zentrenrelavanten Sortimenten und großflächigem Einzelhandel zu beachten.

Das geltende Einzelhandelsstandortkonzept der Stadt empfiehlt laut Verwaltung, den Standort auf den Bestand zu beschränken. Im Entwurf für das zu aktualisierende Konzept wird das Gebiet als "Sonstige Lage" ausgewiesen, die städtebaulich nicht integriert ist. Das Gutachten empfiehlt, dort "eine weitere Entwicklung" auszuschließen. Zudem sollten - zum Schutz der zentralen Versorgungsbereiche wie Innenstadt, Wevelinghoven und Südstadt - "zentrenrelevante Sortimente" nicht ausgeweitet werden. Laut Verwaltung sind aber "fast 100 Prozent" der im Kik verkauften Sortimente zentrenrelevant, ebenfalls ein Teil des Netto-Sortiments.

(cso-)
 
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