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Grevenbroich
Vier Künstler bringen die Stille ins Kloster Langwaden

Grevenbroich. Die neue Ausstellung umfasst insgesamt 47 Kunstwerke.

Verlassen und trist wirken die Gartenmöbel am Schloss Hülchrath, die die Fotokünstlerin Hilla Baecker an einem verregneten Tag im Herbst fotografiert hat. "Im Sommer sind die Stühle und Tische belebt. In der kalten Jahreszeit stehen sie für die Stille", sagt die Fotokünstlerin und beschreibt damit eines ihrer Lieblingswerke. Hilla Baecker ist eine von vier Künstlern, die ihre Arbeiten jetzt im Kloster Langwaden zeigen. Insgesamt 47 Exponate umfasst die Ausstellung im ersten Obergeschoss, die am Samstagnachmittag bei einer Vernissage von dem ehrenamtlichen Kurator Robert Jordan eröffnet wurde. "Ich suche gerne ungewöhnliche Orte für Ausstellungen", erzählte Jordan bei der Vernissage, die von rund 150 Kunstinteressierten besucht wurde. Die Ausstellung steht unter dem Motto "Wohin führt die Stille? - Eine künstlerische Meditation" und soll noch bis Ende Januar 2017 für die Öffentlichkeit zu den normalen Öffnungszeiten des Klosters zu sehen sein.

Tatsächlich haben es die Künstler geschafft, die Stille auf ihre Werke zu bringen - unabhängig davon, ob es sich wie bei Hilla Baecker um Fotos oder um Rostbilder mit zurückhaltenden Farbtönungen (Ingo Hintzen), um surrealistische Werke (Patrick Schmitz) oder um titellose Acryl-Bilder (Janne Gronen) handelt. Wer die Werke betrachtet, der kann die Stille spüren, die sie vermitteln sollen. Auch Prior Bruno Robeck thematisierte die Stille in seiner Rede bei der Vernissage: "Im Kloster wird die Stille lebendig. Sie ist da, wenn man sie zulässt."

Robert Jordan, der die Idee für die Ausstellung im Kloster hatte, freut sich, dass die Zusammenarbeit so gut funktioniert. Er dankte dafür auch dem Kloster-Geschäftsführer Alois Seimetz. Interessant für Kunstinteressierte: Viele der Kunstwerke stehen zum Verkauf.

(cka)
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