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Grevenbroich
Volkshochschule und Juks sollen teurer werden

Grevenbroich: Volkshochschule und Juks sollen teurer werden
Umfassend ist das Angebot der Jugendkunstschule. Einer der Schwerpunkte liegt beim Tanz, Kreativität wird, wie hier, auch in Zeichenkursen geschult. FOTO: salz
Grevenbroich. Die Stadtverwaltung schlägt der Politik eine Gebührenanhebung um etwa zehn Prozent vor, um höhere Dozentenhonorare zu ermöglichen. Von Carsten Sommerfeld

Insgesamt 262 Kurse mit 5200 Unterrichtsstunden von Französisch bis Yoga umfasst das Frühjahrs- und Sommersemester der Volkshochschule (VHSD) Grevenbroich, das am 29. Januar 2018 startet. Doch die Lernbegierigen sollen für das Weiterbildungsangebot dann deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren sowohl für die VHS als auch für die Jugendkunstschule (Juks) sollen zum Frühjahrssemester jeweils um etwa zehn Prozent steigen. Das schlägt die Verwaltung dem Kultur- und Volkshochschulausschuss vor, der dazu am nächsten Dienstag beschließen soll. Das letzte Wort hat der Stadtrat. Erster Beigeordneter Michael Heesch betont, dass die Gebühren zuletzt 2012 erhöht worden sind, bei der Juks 2014.

Der Verwaltungsentwurf sieht vor, die Gebühren beispielsweise für kulturelle Bildung und kreatives Gestalten für eine 45-minütige Einheit auf 2,80 bis fünf Euro zu erhöhen (bislang 2,45 bis fünf Euro). Für Angebote in den Bereichen Gesundheit und Sport sollen 2,40 bis fünf Euro statt bisher 2,05 bis fünf Euro fällig werden, für Sprachkurse 2,75 bis 5,50 (bislang 2,45 bis fünf Euro). Bei EDV-Kursen und beruflicher Weiterbildung soll die Gebührenobergrenze von fünf auf 5,50 Euro für eine 45-minütige Unterrichtsstunde angehoben werden.

Die Folge: Für einen Kursus, der bislang 59 Euro kostete, müssten künftig rund 65 Euro bezahlt werden. Die Verwaltung rechnet mit insgesamt rund 16.000 Euro Mehreinnahmen im Jahr. Mit diesen sollen höhere Dozentenhonorare ermöglicht werden. ".Als "zwingend erforderlich" bezeichnet Heesch die Anhebung der Honorare, um "auch künftig qualifizierte Dozenten für das Kursangebot der Volkshochschule verpflichten zu können", sagt der Kulturdezernent. "Unsere VHS liegt am untersten Ende der Honorare. Bei den aktuellen Sätzen ist es bereits seit einigen Jahren problematisch, in einigen Fachbereichen qualifizierte Lehrkräfte zu engagieren und dauerhaft vertraglich zu binden", meint er, der mehrfach darauf hingewiesen hat, dass die Grevenbroicher VHS in NRW zu denen mit den geringsten Verwaltungskosten zähle.

2016 hatte es Ärger über Dozenten-Honorare an der VHS gegeben. Anlass war ein Ungleichgewicht zwischen Honoraren für die vom Bund finanzierten Integrationskurse und für andere Angebote. 2016 hatte das Bundesinnenministerium die Mindestvergütung für selbstständig beschäftigte Lehrkräfte für die Integrationskurse von 23 auf 35 Euro je Unterrichtseinheit angehoben. Dozenten für die meisten anderen VHS-Angebote erhielten nur 17 bis 25 Euro je Einheit.

Auf 35 Euro je Unterrichtsstunde werden diese Dozenten auch künftig nicht kommen, doch die Diskrepanz etwas geringer. Bei Angeboten etwa für kreatives Gestalten, Sport, Gesundheit, Sprachen sollen die Honorare von 17 bis 25 auf 19 bis 27 Euro angehoben werden, für EDV-Kurse sollen künftig 20,50 bis 27 (bislang 20,50 bis 25 Euro) bezahlt werden. Die Stadt geht von rund 10.500 Mehrausgaben jährlich aus.

Quelle: NGZ
 
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