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Grevenbroich
Weltweiter Preis für Moto-Cross-Sportler

Grevenbroich: Weltweiter Preis für Moto-Cross-Sportler
Claudia Ullrich vom MSC Grevenbroich erhielt den Preis vom Motorrad-Weltmeister Marc Marquez. FOTO: FIM
Grevenbroich. Der Motorsportclub Grevenbroich (MSC) ist in Andorra für sein Umwelt-Projekt ausgezeichnet worden. Vor 500 Gästen - darunter mehr als 40 Motorrad-Weltmeister - erhielt der Verein den "Environment Award" des Weltverbandes FIM. Von Wiljo Piel

Dass knatternde Moto-Cross-Maschinen und vom Aussterben bedrohte Amphibien kein Widerspruch sein müssen, das beweist der Motorsportclub Grevenbroich - und zwar erfolgreich. Für seine Bemühungen um Kreuz- und Wechselkröten auf der Königshovener Höhe wurde der Verein bereits 2016 mit dem Umweltpreis des Deutschen Motorsportbundes ausgezeichnet. Jetzt folgte ein Preis auf weltweiter Ebene: In La Vella, der Hauptstadt Andorras, erhielten die Schlossstädter den "Environment Award" der "Féderation Internationale de Motocyclisme" (FIM) - der obersten internationalen Motorradsport-Organisation, die 90 nationale Verbände repräsentiert.

Vor 500 Gästen nahm die Umweltbeauftragte des MSC, Claudia Ullrich, im Rahmen der FIM-Gala den Preis aus den Händen des sechsfachen Motorrad-Weltmeisters Marc Marquez entgegen. "Ein unvergessliches Erlebnis und eine unglaubliche Motivation, weiter zu machen", sagte sie nach der Verleihung des begehrten Awards.

"Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn schon seit fünf Jahren beschäftigen wir uns auf der Königshovener Höhe intensiv mit dem Thema Umweltschutz", sagt MSC-Sprecher Günter Becker, der neben Claudia Ullrich den Club in Andorra repräsentierte. Zurzeit arbeitet der MSC an weiteren Projekten und bindet darin vor allem auch seine jungen Sportler mit ein. "Auch dies war ein Grund für den Gewinn der beide Preise", berichtet Günter Becker.

Fünf der Jugendlichen des MSC Grevenbroich, die sich um den Umweltschutz kümmern. FOTO: Becker

Die Sportanlage am Stadtrand hat sich mittlerweile zu einem der letzten Rückzugsgebiete von Kreuz- und Wechselkröten in Grevenbroich entwickelt. Denn dort finden sich sandig-lehmige Böden, die die Amphibien bevorzugen, und verdichtete Fahrspuren, in denen sich Wasser zum Laichen sammeln kann. Während der Laichzeit werden einzelne Streckenabschnitte von den Sportlern gesperrt. Drohen Pfützen auszutrocknen, helfen die Moto-Cross-Fahrer nach, setzen ihre Beregnungsanlagen ein und füllen Tümpel wieder auf.

MSC-Chef Michael Gosepath ist stolz auf seine Truppe: "Die internationale Auszeichnung ist eine große Ehre für den Verein - aber auch für den Moto-Cross-Sport und die Region, in der wir leben."

Quelle: NGZ
 
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