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Grevenbroich
Weniger Gottesdienste in der Gemeinde

Grevenbroich. Demnächst betreuen nur noch zwei Pfarrer die evangelische Gemeinde. Das sorgt für Veränderungen.

Die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Grevenbroich müssen sich auf größere Veränderungen einstellen. Der Grund: Dadurch, dass Pfarrer Hans-Jürgen Ziegenhagen, der derzeit noch vor allem die Gemeinde in Orken betreut, demnächst in den Ruhestand geht, schrumpft die Zahl der evangelischen Pfarrer in der Grevenbroicher Gemeinde von drei auf zwei. Neu besetzt wird die Pfarrerstelle aufgrund sinkender Mitgliederzahlen in der Gemeinde durch die Landeskirche nicht. Übrig bleiben Pfarrer Michael Diezun und Pfarrerin Monika Ruge, die allerdings nicht die gesamte Arbeit alleine stemmen können.

In der Gemeindeversammlung gestern Mittag in der Christuskirche wurde daher vor rund 60 Mitgliedern ein neues Konzept vorgestellt: Dieses Konzept sieht den Wegfall der Gottesdienste in der Markuskirche Gustorf vor, die zu einer Art "Experimentkirche" werden soll. Durch alternative Formen von Gottesdiensten, etwa durch Gesprächsgottesdienste, erhofft sich die Gemeinde, mehr beziehungsweise neue Mitglieder gewinnen zu können. Die neue Gottesdienstordnung soll ab dem ersten Advent 2018 in Kraft treten. Weiter sieht sie vor, dass Gottesdienste in der Johanneskirche Neurath und in der Lukaskirche Orken sonntags nur noch im 14-tägigen Wechsel um jeweils 9.30 Uhr stattfinden sollen. In der Christuskirche Stadtmitte sollen Gottesdienste ab dann jeden Sonntag um 11 Uhr stattfinden. Diese Änderungen sind nicht in Stein gemeißelt, werden allerdings als nötig erachtet.

In den nächsten Monaten wollen die Gemeindemitglieder über weitere Details diskutieren, etwa über die Zusammenlegung von Taufen oder über die zukünftige Form des Konfirmationsunterrichts. Das sorgte bei der Versammlung gestern Mittag durchaus für skeptische Bemerkungen einiger Gemeindemitglieder, die insgesamt jedoch sachlich diskutierten und Verständnis zeigten. Der neutrale Pfarrer Christoph Borries, der die Neuerungen gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde-Spitze vorstellte, betonte, dass es im Sommer eine weitere Versammlung geben und dass die Gemeindemitglieder rechtzeitig mit Infos versorgt werden sollen.

(cka)
 
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