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Grevenbroich
Werbering will weiter drei verkaufsoffene Sonntage

Grevenbroich. Laut Vorsitzendem Heiner Schnorrenberg ist nicht an eine Ausweitung des Sonntagseinkaufs für 2018 gedacht.

Der Werbering Grevenbroich denkt nicht daran, mehr verkaufsoffene Sonntage in der Innenstadt anzubieten. Die prinzipielle Möglichkeit dazu soll bald geschaffen werden: Die neue CDU/FDP-Landesregierung in Düsseldorf plant als Teil einer Gesetzesinitiative, die Zahl der möglichen verkaufsoffenen Sonntage im Jahr von vier auf acht zu verdoppeln.

Im Gesamtgebiet einer Kommune sollen dann an 16 statt bislang an elf Sonntagen im Jahr die Geschäfte öffnen können. Mit der Initiative will die Landesregierung das Wirtschaftswachstum fördern.

"Ich gehe nicht davon aus, dass wir die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage in der Innenstadt erhöhen werden", erklärt Heiner Schnorrenberg, Vorsitzender des Werberings. "Ich denke, dass die derzeitige Zahl von drei Sonntagen ausreicht." Und Schnorrenberg führt aus: "Die Erfahrung zeigt, dass ein verkaufsoffener Sonntag dann Erfolg hat, wenn er mit einem attraktiven Programm flankiert wird - am besten für die ganze Familie. Ein solches Programm kostet aber Geld. Da die finanziellen Mittel unseres Vereins begrenzt sind, sind wir mit der derzeitigen Regelung gut zurechtgekommen.". Der Werbering lädt mit Aktivitäten wie "City-Frühling" und "City-Herbst" sowie "Adventszauber" zum sonntäglichen Bummeln und Einkaufen in die Innenstadt ein. Vor Jahren hatte es noch einen vierten verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt gegeben, auf den dann verzichtet wurde.

Einen Wunsch hat die Händler-Gemeinschaft aber dennoch: "Ein Thema bei uns ist immer auch Rechtssicherheit gewesen - dass wir die verkaufsoffenen Tage, die wir vorbereiten, auch wirklich durchführen können", erläutert der Werbering-Chef. In anderen Kommunen war gegen die Sonntagsöffnung mit dem Argument geklagt worden, dass der genannte Anlass nur ein Vorwand für offene Geschäfte sei. In Grevenbroich wurde zwar noch kein verkaufsoffener Sonntag "gekippt", doch Schnorrenberg wünscht sich Planungssicherheit: Schließlich koste die Vorbereitung Geld, "es werden im Vorfeld Verträge geschlossen und Flugblätter gedruckt". Der Vorsitzende hofft nun auf entsprechende Regelungen. "Details liegen uns ja noch nicht vor". Laut Gesetzesinitiative sollen Kommunen den Weg für verkaufsoffene Sonntage bis zu 16 mal im Jahr frei machen können, damit die City belebter wird, um ortsnahe Versorgungsstrukturen zu sichern oder um für den Standort zu werben. Regierungsinsider sprechen von einer "fast völligen Entscheidungsfreiheit" der Kommune.

(cso-)
 
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