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Grevenbroich
Wevelinghovener Thomas Möcker zeigt seine Werke in der Galerie p 91

Grevenbroich. Thomas Möcker arbeitet nach technischer Ausbildung und einem - nicht abgeschlossenen - Studium der Medientechnik im Vertrieb. Aber da ist noch eine andere Leidenschaft: Die Liebe zur Kunst, genauer gesagt zur Fotografie und zur Fotocollage. Und weil der gebürtige Düsseldorfer mit seiner Familie in Wevelinghoven lebt, war es naheliegend, seine Werke einmal in der Galerie p 91 von Anneliese vom Scheidt auszustellen. Jetzt war die Eröffnung, die Ausstellung an der Poststraße 91 ist bis zum 18. Dezember geöffnet.

Der 47-Jährige ist seit Anfang der 1990er Jahre auch als Künstler aktiv. 1998 nahm er sogar an einer Ausstellung seines damaligen Arbeitgebers, der Xerox Corporation, in Palo Alto, Kalifornien teil. Drei Jahre später war dann eine große geklebte Collage in der Neusser Ausstellung "PrintArt" zu sehen, die ebenfalls von Xerox konzipiert worden war. "Thomas Möcker begann Anfang der 90er Jahre, aus seinen Fotografien, Kopien und Zeitungspapier Collagen zu kleben. Zu dieser Zeit war großformatiger Digitaldruck noch unbezahlbar", erklärte Anneliese vom Scheidt bei der Eröffnung.

Das hat sich mittlerweile geändert: So groß die Collagen zum Teil auch sind, sie sind nicht mehr geklebt, sondern wie aus einem Guss. Der Mann, der das Leben abseits der Metropolen schätzt, lässt den Betrachter tief eintauchen in das Lichtermeer etwa von New York. Eine dieser monumentalen Collagen kann schon mal aus bis zu 40 Einzelbildern bestehen. Der weit gereiste Wahl-Wevelinghovener versteht es, aus der Fülle der urbanen Reize einen Extrakt herauszuarbeiten und damit zu zeigen, was eine Metropole ausmacht. Sein Augenmerk richtet er dabei stets auch auf die Kunst, die er in den Städten vorfindet - gemeint ist nicht das, was in großen Museen hängt, sondern vor allem Streetart wie Graffiti. Werke von El Bocho, der sich in der Bundeshauptstadt längst einen Namen gemacht hat, haben es Möcker besonders angetan. Die großformatigen Drucke auf Künstlerleinwand scheinen wie gemacht für die Wohnzimmer oder Büros von Kosmopoliten. Immer wieder lässt sich Möcker von der PopArt inspirieren, Wiederholungen in immer knalligen Farben erinnern an Andy Warhol. Architektur ist sein beherrschendes, fast ausschließliches Thema - wenn da nicht der beleuchtete Guckkasten wäre mit einer Wald-Impression aus Grevenbroich.

(barni)
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