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Grevenbroich
Wieder freie Fahrt am Hammerwerk

Grevenbroich. Markierungen, Mittelinseln und Radwegstreifen fehlen auf der Straße noch. Von Carsten Sommerfeld

Die Straße Am Hammerwerk ist nach mehrmonatigen Bauarbeiten seit gestern wieder in beiden Richtungen geöffnet. Die Einbahnstraße wurde aufgehoben, die Zeit der Staus und Umleitungen hat damit endlich ein Ende. Die Stadt hat die viel befahrene Straße in zwei Etappen seit Herbst 2014 ausbauen lassen. Zuvor war es dort immer wieder zu Unfällen - beispielsweise beim Abbiegen - gekommen. 876 000 Euro wurden für den Umbau eingeplant.

Mit einer nagelneuen Fahrbahndecke und vor allem mit viel größeren Dimensionen präsentiert sich die Straße im Gewerbegebiet seit gestern. Der großzügige Eindruck verstärkt sich noch, weil die Arbeiten nicht abgeschlossen sind: Fahrbahnmarkierungen und Mittelinseln beispielsweise fehlen.

Von 7,50 auf zehn Meter wurde die Fahrbahn verbreitert. "Jetzt hat man beim Abbiegen mehr Platz, früher ging es hier viel enger zu", sagt Regina Schmitz, die 51-Jährige aus Noithausen war gestern mit dem Auto dort unterwegs. "Das ist wunderbar, viel breiter als früher", erklärt Autofahrerin Gabriele Hauck aus Elsen (75). Und Jürgen Pawlowski (65) aus Laach findet die abgesenkten Bordsteinkanten an den Fußgängerwegen gut.

Auch UWG-Ratsherr Carl Windler, der am Hammerwerk arbeitet, befindet: "Die Straße sieht gut aus, es gibt mehr Platz." Zugleich sagt er: "Nun sollten zeitnah die Markierungen aufgebracht werden. Im Moment ist die Straße eine Rennstrecke - und gefährlich für Fußgänger, die sie überqueren wollen." Mit dieser Meinung steht er nicht allein, auch Jürgen Pawlowski spricht von "einer Rennbahn", solange die Straße nicht fertig ist. "Die ausstehenden Arbeiten werden voraussichtlich etwa zwei Woche dauern, wenn das Wetter mitspielt", erklärt Stadtsprecherin Ines Hammelstein. So werden für Fußgänger mehrere Mittelinseln montiert, beispielsweise an Parkplatz-Zufahrten werden auf der Straße gesonderte Abbiegespuren angelegt. Hubert Schmitz (60) war gestern mit dem Fahrrad unterwegs. und hofft, dass auch der Streifen für Radler rasch markiert wird.

Carl Windler betont, "dass trotz der langen Arbeiten kein Unternehmen hier wegen des Umbaus aufgeben musste." Die Stadt hatte im Vorfeld angekündigt, Beeinträchtigungen für Geschäftsleute so weit wie möglich zu vermeiden.

Ein Wunsch wird wohl aber nicht erfüllt: Anton Wagner, der im Gewerbegebiet arbeitet, hätte mit Blick auf die bislang vielen Unfälle gern Tempo 30, im Rathaus ist ein solches Limit aber nicht vorgesehen.

Quelle: NGZ
 
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