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Grevenbroich
Wilsberg-Krimi mit Grevenbroichern

Grevenbroich: Wilsberg-Krimi mit Grevenbroichern
Yücel Uzar verfolgte den Wilsberg-Krimi mit seinem Sohn Noel Lethen. Einige Szenen spielen in seinem Fitnessstudio. Auch neun seiner Kunden waren Komparsen. Für die Sendung wurde aus Grevenbroich das westfälische Münster. FOTO: LBer
Grevenbroich. "Bauch, Beine, Po" - unter diesem Titel wurde am Samstagabend der ZDF-Krimi "Wilsberg" ausgestrahlt. Viele der Szenen spielen im Fitnessstudio des Grevenbroichers Yüncel Uzar. Für den Krimi wurde Grevenbroich in Münster verwandelt. Von Christian Kandzorra

Mit Fernsehen und Filmemachern hat der Grevenbroicher Fitnessstudio-Betreiber Yüncel Uzar eigentlich wenig zu tun. "Aber wann hat man schon einmal die Chance zu sehen, wie ein Krimi gedreht wird?", fragt der 44-Jährige und lacht. Deshalb sagte er sofort zu, als ihn der Filmproduzent "Eyeworks" im Sommer vergangenen Jahres kontaktiert und gefragt hatte, ob er sein Fitnessstudio an der Bergheimer Straße für Dreharbeiten zu "Wilsberg" zur Verfügung stellt. Im Film ist das nicht zu erkennen - alle Hinweise auf Grevenbroich wurden getilgt. Schließlich ermittelt der Privatdetektiv in Münster.

"Die Neugier war groß", berichtet der Grevenbroicher, der am Samstagabend gespannt die Erstausstrahlung von "Bauch, Beine, Po" verfolgte. Der Film spielt zu großen Teilen in seinem Fitnessstudio "uniquesport". Im Herbst 2014 drehte der Kölner TV-Produzent insgesamt sechs Tage lang mit bekannten Schauspielern in der Schlossstadt - für Uzar und seine Kunden eine aufregende Zeit. "Es war ein enormer Aufwand. Aber es war unheimlich spannend, einmal hinter die Kulissen blicken zu können", sagt der 44-Jährige. "Interessant war natürlich auch, mit den Schauspielern in Kontakt zu treten. Die waren alle sehr nett."

Immer wieder sind in dem 90-minütigen Streifen einzelne Bereiche seines Sportstudios zu sehen. Die Trainingsgeräte, der Empfangsbereich, Umkleiden und Co. werden für rund 20 Minuten im Bild gezeigt. "Neun meiner Kunden haben als Komparsen mitgespielt. Sie sind auch im Film zu sehen", sagt Uzar.

Bis zu 40 Menschen gehörten zum Filmteam. Sie hantierten sowohl im Studio als auch im Außenbereich mit Kameras, Lichttechnik und Garderoben. Dazu zählte auch ein Fuhrpark mit Spezial-Ausrüstung, der zwischenzeitlich nicht nur auf dem Studio-Parkplatz, sondern auch auf dem angrenzenden TÜV-Gelände abgestellt wurde.

Im Krimi selbst geht es um den schleimigen Fitnessstudio-Betreiber Micki Hobelmeyer alias Jörg Schüttauf. Er ist bereits bekannt als Ermittler im Frankfurter ARD-"Tatort" an der Seite von Andrea Sawatzki. Dieser wurde vom Gericht in einem Vergewaltigungs-Prozess aufgrund mangelnder Beweise freigesprochen, als das mutmaßliche Opfer ermordet wird. Der klamme Privatdetektiv Georg Wilsberg alias Leonard Lansink kennt Hobelmeyer noch aus seiner Studienzeit und traut ihm nicht. Er nimmt die Fährte auf und stellt spannende Ermittlungen im Umfeld des Fitnessstudio-Chefs an.

"Weil der Film in Münster spielt, wurden während der Dreharbeiten zum Beispiel alle Neusser Auto-Kennzeichen mit ,MS' überklebt - auch das Logo meines Studios", erinnert sich Yüncel Uzar, der den Betrieb im "uniquesport" normal weiterlaufen ließ. "Während den Drehs waren nur einzelne Bereiche abgesperrt. Und es musste zwischendurch natürlich ruhig sein", sagt Uzar. Er ist stolz, von der Produktionsfirma ausgewählt worden zu sein. Keine Frage, dass er seine Räume jederzeit wieder bereitstellen würde.

Quelle: NGZ
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