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Grevenbroich
Wird Stadt S-Bahn-Knotenpunkt?

Grevenbroich: Wird Stadt S-Bahn-Knotenpunkt?
Der Kreis hat den Ausbau der heutigen RB 38 zu einer S-Bahn erneut für die Aufnahme im ÖPNV-Bedarfsplan des Landes gemeldet. FOTO: mreu
Grevenbroich. Aktuell wird die Machbarkeit einer S-Bahn für die derzeitige RB 27 untersucht. Von Julia Hagenacker

Bei den Verbindungen im Schienenpersonennahverkehr im Rhein-Kreis Neuss läuft noch lange nicht alles rund - vor allem aus Grevenbroicher Sicht. Seit mehr als zehn Jahren fordert die SPD unter anderem, die RB 38 zur S-Bahn umzubauen. Ein gut funktionierender Nahverkehr, heißt es, sei ein wichtiger Standortfaktor, vor allem für Familien. Ziel soll es sein, ein attraktives Angebot für Pendler zu schaffen - als Alternative zu verstopften Autobahnen. Im Kreisausschuss haben die Sozialdemokraten deshalb beantragt, die angedachte eigene Machbarkeitsstudie zur Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs endlich umzusetzen. Der Kreis wiederum hält eine solche derzeit für nicht notwendig.

Zum einen, heißt es, seien nach der Neuvergabe der Betriebsleistungen auf der Strecke der RB 38 deutliche Verbesserungen in der kritischen Hauptverkehrszeit und der eingesetzten Fahrzeuge zu erwarten. Zum Fahrplanwechsel Ende 2017 wird das Unternehmen "VIAS" die Strecke von der DB übernehmen und das Angebot in der morgendlichen Hauptverkehrszeit auf einen 15-Minuten-Takt verdichten. Die damit "hoffentlich erzielbaren Verbesserungen auf der RB 38" wolle man zunächst abwarten, sagt der Kreis. Zum anderen wird auf Veranlassung des benachbarten Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) für die Strecke Köln-Grevenbroich-Mönchengladbach die Machbarkeit einer S-Bahn für die derzeitige RB 27 untersucht. Grevenbroich würde dabei die Funktion eines Knotenpunktes für Verkehre in Richtung Neuss/Düsseldorf zugewiesen. Der VRR wird sich an der Untersuchung beteiligen. Eine durchgehende Führung von Köln bis Grevenbroich sei im Hinblick auf die Verknüpfung mit der RB 38 in Richtung Neuss/Düsseldorf von hohem Interesse, sagt der Kreis. Gleichzeitig dürfe ein geändertes Betriebskonzept auf der Verbindung Köln-Grevenbroich-Gladbach (heutige RB 27 und RE 8) aber nicht zu Nachteilen für die auf Jüchener Gebiet gelegenen Haltepunkte führen. Im Kreisausschuss wurde die Einrichtung einer begleitenden Arbeitsgruppe angeregt. Mit dem Thema beschäftigt sich jetzt der Staßenbau- und Nahverkehrsausschuss.

Quelle: NGZ
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