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Grevenbroich
XXL-Feuerwerk ruft die Polizei auf den Plan

Grevenbroich: XXL-Feuerwerk ruft die Polizei auf den Plan
Die Knallgeräusche dieses Feuerwerks in Kempen sorgten für Aufsehen. Der Grevenbroicher Pyrotechniker Sascha Krumbach kann jedoch beruhigen. FOTO: staniek
Grevenbroich. Das Geburtstags-Feuerwerk eines Grevenbroicher Pyrotechnikers sorgte am Halloweenabend für Unruhen in Kempen und Krefeld. Von Christian Kandzorra

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben die Knallgeräusche eines großen Feuerwerks in Kempen bei Krefeld für Aufsehen gesorgt. Viele Anwohner riefen die Polizei, weil sie eine Explosion befürchteten. Die Ordnungsbehörden in Krefeld und Umgebung nahmen Ermittlungen auf, der Verursacher blieb unbekannt. Jetzt meldet sich der Pyrotechniker zu Wort, der die Feuerwerkskörper gezündet hat: Sascha Krumbach aus Grevenbroich. "Das Feuerwerk habe ich für einen Kunden gezündet, der seine Frau zu ihrem 50. Geburtstag überraschen wollte. Es war beim Ordnungsamt in Kempen angemeldet", betont der 38-Jährige, der eine halbe Tonne Pyrotechnik in die Luft jagte.

Die Überraschung ist ihm gut gelungen. Offensichtlich wussten die Behörden in den umliegenden Städten - insbesondere im Krefelder Norden - nichts von dem musiksynchronen Groß-Feuerwerk, das zehn Minuten gedauert hat. Die Polizei rückte nach mehreren Notrufen aus, um die Knallgeräusche zu lokalisieren - vergebens. "Durch den Wind muss der Schall der Feuerwerkskörper auch noch weit entfernt zu hören gewesen sein", sagt Sascha Krumbach, der zwar Verständnis für die Sorgen der Anwohner hat. Gleichzeitig spricht er aber auch von einem Zwiespalt: "Wenn wir vorher die Öffentlichkeit informiert hätten, wären viele Menschen gekommen, um sich das Spektakel anzusehen." Damit wäre der Überraschungseffekt verloren gegangen. Mit seinen Erklärungen bringt der Grevenbroicher jetzt Licht ins Dunkle; das Rätsel um die Halloween-Knallerei von Kempen ist damit gelöst.

Dennoch ist ein Feuerwerk einer solchen Dimension etwas Besonderes - nicht nur, weil es laut Sascha Krumbach "einen mehrfach fünfstelligen Geldbetrag" gekostet hat. "Der Auftrag kam von einem gut betuchten Privatmann und war für eine private Geburtstagsfeier gedacht. Das ist sehr ungewöhnlich", erzählt der Geschäftsführer der Firma "Pyroteam Düsseldorf", die zu verschiedenen Anlässen Feuerwerke in der Region zündet.

Die Sause in Kempen sei schon "eine größere Nummer" gewesen - schließlich waren neben Batterien auch einige Feuerwerks-Bomben im Programm enthalten, die bis zu 200 Meter in die Luft steigen und auch entsprechend laut sind. "Gezündet haben wir das Ganze kurz vor 22 Uhr synchron zu den Songs ,The final Countdown' von ,Europe' und ,I believe in you' von Celine Dion", berichtet Sascha Krumbach, der das Rätselraten um die Knallerei in den vergangenen Tagen im Internet verfolgte.

Normalerweise dürfen Feuerwerke nur an Silvester gezündet und auch nur drei Tage vor der Jahreswende im normalen Handel verkauft werden. "Für alles andere wird eine Sondergenehmigung benötigt", erklärt Sascha Krumbach, der sich diese bereits vor vier Wochen bei der Kempener Ordnungsbehörde geholt hatte. Die Sicherheitsbestimmungen für Feuerwerke dieser Art sind strikt - es müssen etwa genau festgelegte Abstände eingehalten werden.

Quelle: NGZ
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