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Grevenbroich
XXL-Krippen und neue Glocken für die Kapelle

Grevenbroich: XXL-Krippen und neue Glocken für die Kapelle
Günter Pesch (4.v.l) stellt seine Großkrippen aus. Gäste waren unter anderem Professor Bernhard Höltmann (l.) und Hans-Jürgen Petrauschke. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Jedes Jahr baut Günter Pesch eine Großkrippe für die Gilverather Friedenskapelle. Jetzt stellt der Bäcker erstmals alle 26 Exemplare aus. Von Rudolf Barnholt

Es war nicht irgendeine Krippenausstellung am Wochenende in Gilverath: Auf dem Anwesen von Günter Pesch endete das 50-jährige Jubiläum des Schützenzuges "Flotte Boschte" mit einem Paukenschlag: Erstmals waren alle 26 Großkrippen zugänglich, es gab reichlich zu essen und zu trinken - und zwischendurch machten sich die Besucher auf zur nahen Friedenskapelle: Dort wurden die sechs neuen Glocken feierlich übergeben.

Günter Pesch ist ein Hans Dampf in allen Gassen. Am Wochenende bekamen nicht nur Freunde und Schützenkameraden einen Einblick in seinen Mikrokosmos an der Gilverather Straße 12: Erstmals waren alle seine bislang gebauten Krippen zu sehen - mit einer Ausnahme: Die neueste, Nummer 27, wird erst zu Weihnachten enthüllt. In Gilverath wissen die Menschen, dass Günter Pesch ein begeisterter Krippenbauer ist. Deshalb unterstützen sie ihn.

FOTO: Berns, Lothar (lber)

So ist er zu so erlesenen Zutaten wie Wasser aus dem See Genezareth gekommen, an Heu aus dem Allgäu oder an Sträucher von Fuerteventura. Vieles hat der Bäckermeister aber auch selber gesammelt wie das Fischernetz aus Warnemünde oder die Schindeln von St. Bartholomä am Bodensee. Krippenbau ist für den 67-Jährigen auch Jugendarbeit: Jungschützen halfen ihm bei seinem großen Hobby.

Die Besucher sahen jetzt ausschließlich Krippen im XXL-Format. Hauptwerkstoff ist Holz, viele Krippenkonstruktionen sind mehrstöckig. Da ist zum Beispiel das Modell "Garmisch-Partenkirchen": Es besteht im Wesentlichen aus Gemüsekisten und spiegelt den Leidensweg Christi wider. Günter Pesch, der auch begeisterter Fackelbauer ist, vergisst nie, seine monumentalen Krippen, zum Teil in Tiffany-Technik gestaltet, effektvoll zu illuminieren. Auf dem Grundstück des Bäckermeisters drehte sich am Wochenende aber längst nicht alles um die Krippen: Es wurde gemeinsam gefeiert bei adventlicher Stimmung. Und Außenstehende erkannten, wie weitläufig der Garten von Günter Pesch ist. Die Krippen waren auf diesem Areal verteilt, sie standen schwerpunktmäßig in dem Raum, wo früher ein Schwimmbad war.

Zu den Gästen gehörte auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Marianne Balnus war für die Reibekuchen zuständig, das Fest hatte Weihnachtsmarkt-Charakter. Richtig festlich wurde es nach Einbruch der Dunkelheit: Schützen mit Pechfackeln eskortierten den Festzug zur nahen Friedenskapelle, gaben ihm etwas Feierliches. Günter Pesch hatte alles vorbereitet. Die Jungschützen trugen die gerahmten Urkunden für die Spender, mit deren Unterstützung die sechs zusätzlichen Glocken angeschafft werden konnten. Der Glockenturm neben der Gilverather Friedenskapelle beherbergt jetzt nicht weniger als 18 Glocken. Diese Anschaffung hatten der frühere Jüchener Bürgermeister Rudi Schmitz, Professor Bernhard Höltmann, Johannes und Anneliese Kreps, Christof Lange, Georg Thiele, Hermann-Josef und Doris Först, Brigitte Weitz sowie der mittlerweile verstorbene Andreas Both und Ehefrau Roswitha ermöglicht.

Quelle: NGZ
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