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Grevenbroich
Ziel und Aufbau der Integrationskurse für Migranten

Grevenbroich. Integrationskurse richten sich an Migranten und sollen dazu dienen, dass diese die deutsche Sprache erlernen und Aspekte von Politik, Gesellschaft und Recht kennenlernen. Berechtigt sind laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beispielsweise Personen, die dauerhaft in Deutschland leben, ihre erste Aufenthaltserlaubnis nach dem 1. Januar 2005 erhalten haben und die als Arbeitnehmer, zum Zweck des Familiennachzugs, aus humanitären Gründen oder als langfristig Aufenthaltsberechtigter in Deutschland sind. Ein allgemeiner Integrationskursus dauert nach Angaben des BAMF etwa 700 Stunden, je nach Ausrichtung des Kurses können es auch 1000 Stunden werden. Personen mit guten Lernvoraussetzungen, so heißt es auf der BAMF-Homepage, könnten den Kursus auch in 430 Stunden als Intensivkurs absolvieren.

Der Sprachteil nimmt die meiste Zeit des Kursus ein. Die Teilnehmer sollen lernen, in Arbeit und Beruf aber auch bei der Kindererziehung oder in der Freizeit zurechtzukommen. Der Sprachteil schließt mit der Prüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer" (DTZ) ab.

Hinzu kommt der Orientierungskursus, in dem es um Werte wie beispielsweise Religionsfreiheit oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau geht. Auch hier gibt es einen Abschlusstest.

In Grevenbroich sind die VHS und die Awo zertifizierte Träger für Integrationskurse. An der VHS gibt es derzeit zwei Kurse, die mit einem Team aus zehn Dozenten und Prüfern bestritten werden, berichtet Monika Born-Möbius, stellvertretende VHS-Leiterin. Diese Lehrkräfte seien speziell qualifiziert und vom BAMF zugelassen.

(arr)
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