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Grüne kritisieren
Züge in Grevenbroich zu kurz und zu voll

Grüne kritisieren: Züge in Grevenbroich zu kurz und zu voll
Laut den Grünen fahren die Züge auf der Regionalbahn 38 häufiger auch im Berufsverkehr solo statt in Doppeltraktion. FOTO: M.R.
Grevenbroich. Laut Vorsitzendem Peter Gehrmann fahren auch im Berufsverkehr Züge mit nur einem Triebwagen. Von Carsten Sommerfeld

Erneut sorgt die Regionalbahn 38 für Ärger. "Seit kurzem setzt die DB oft im Berufsverkehr nur Einzeltriebwagen statt Doppeltraktion ein. Die Fahrgäste stapeln sich dann im Zug", schildert Peter Gehrmann, der Grevenbroicher Grünen-Vorsitzende ist regelmäßig zur Hauptverkehrszeit mit der Regionalbahn Richtung Düsseldorf unterwegs. Die Stimmung im Zug sei manchmal aggressiv, etwa "wenn sich Fahrgäste wegen des vollen Zuges in die Erste Klasse setzen wollen", beobachtet Gehrmann. Er habe auch erlebt, "dass in Kapellen mehrere Pendler draußen bleiben mussten".

Der VRR hatte kürzlich gegenüber der Stadt mitgeteilt, dass auf der RB 38 2016 4,3 Prozent der Züge mit "verringerter Sitzplatzkapazität" unterwegs seien. 2015 seien es lediglich 1,5 Prozent gewesen. "Wenn ich im Berufsverkehr die RB 38 nutze, sind etwa 50 Prozent der Züge zu kurz, fahren mit nur einem statt zwei Triebwagen", hat dagegen Gehrmann beobachtet. Die Situation habe sich wieder verschlechtert. Vor zwei Wochen erst war die Regionalbahn im Planungsausschuss Thema, allgemein herrschte Unzufriedenheit. Die Politiker beschlossen auf einen Grünen-Antrag hin, dass die Verwaltung die Verkehrsgesellschaft Kreis Neuss beauftragen soll, über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die vertraglichen Leistungen bei der DB Regio einzufordern. Grünen-Chef Gehrmann: "Die Stadt muss aktiv werden, damit die DB die vorgesehenen Kapazitäten bereitstellt" - auch in den letzten Monaten, bevor im Dezember Vias Rail den Betrieb übernehme.

"In dem ersten Quartal 2017 ist es öfter zu einem abweichenden Fahrzeugeinsatz gekommen", erklärt VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik. "Hier ist mit der DB Regio ab 1. März vereinbart worden, ausschließlich die vertragskonformen Fahrzeuge einzusetzen." Aktuell könne der VRR "keine Häufung von fehlerhaftem Fahrzeugeinsatz erkennen", was aber in Einzelfällen nicht auszuschließen sei. Tkatzik betont: "Grundsätzlich gilt, dass Züge, die ausfallen, nicht bezahlt werden "- für Züge, die mit reduzierter Kapazität oder älteren Fahrzeugen unterwegs seien, gebe es einen prozentualen Abzug.

Quelle: NGZ
 
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