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Grevenbroich
Zugunfall: Ausgelaufener Diesel wird in Kapellen beseitigt

Grevenbroich. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in der vergangenen Woche am Bahnübergang Kapellen ist die Bahnstrecke dort seit gestern Abend bis heute Morgen, 8 Uhr, gesperrt.

Am Mittwoch, 13. Dezember, hatte ein 18 Jahre alter Mann trotz geschlossener Schranken die Gleise betreten und war von einer Diesellok erfasst worden. Bei dem Unfall wurde der Tank der 1800-PS-Lok aufgerissen, Diesel versickerte im Boden. Die Feuerwehr fing mit Planen weiteren Treibstoff auf.

Nun geht es an die Behebung des Schadens: "Die Deutsche Bahn beseitigt mit der Unteren Wasserbehörde den Ölunfall der vergangenen Woche", erklärte gestern ein Sprecher der Deutschen Bahn. "Dabei baggern wir Erdmaterial aus und verfüllen danach mit neuem Schotter. Anschließend müssen die beiden Gleise gestopft werden." Die DB weiß noch nicht, "wie viel und in welcher Tiefe wir den Kraftstoff finden. Aus diesem Grund müssen beide Gleise gesperrt werden, um das Ausmaß festzustellen", informiert die Deutsche Bahn. Nach Auskunft des Rhein-Kreises Neuss sind bei dem Unfall 1500 bis 2000 Liter Diesel ausgelaufen.

"Wir gehen nicht davon aus, dass der Treibstoff ins Grundwasser geraten ist", sagte Kreisumweltamtsleiter Norbert Clever gestern vor den Arbeiten. Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde sei in der Nacht vor Ort. "Der Boden wird ausgekoffert, so weit der Treibstoff eingedrungen ist. Der Diesel ist leicht am Geruch zu erkennen", erläutert Norbert Clever. Der kontaminierte Boden werde "ordnungsgemäß entsorgt, in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt".

Die Sperrung hat Auswirkungen auf die Regionalbahn 39 (Bedburg- Düsseldorf). Der Betreiber Vias Rail GmbH hat, wie das Unternehmen ankündigte, zwischen gestern Abend, 22 Uhr, und heute, 8 Uhr, für die RB 39 einen Busnotverkehr zwischen Neuss Hauptbahnhof und dem Grevenbroicher Bahnhof mit Zwischenhalten an den Stationen Kapellen-Wevelinghoven und Neuss-Holzheim eingerichtet.

(cso-)