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Grevenbroich
Zwei Bundesminister auf dem Spargelhof

Grevenbroich. Christian Schmidt und Hermann Gröhe unterstützen Ursula Kwasny und Hans-Jürgen Petrauschke. Von Wiljo Piel

Gleich zwei Bundesminister unterstützten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeisterin Ursula Kwasny gestern im Wahlkampf: Christian Schmidt (Landwirtschaft, CSU) und Hermann Gröhe (Gesundheit, CDU) trafen auf dem Spargelhof Gut Norbisrath zusammen, um dort mit Landwirten aus dem Rhein-Kreis zu diskutieren. Die beiden Politiker kennen sich bereits seit ihren Zeiten in der Jungen Union - und haben auch heute in ihren Ressorts noch vieles gemeinsam: "Der eine ist für die gesundheitliche Vorsorge, der andere für die gesunde Ernährung zuständig", sagte Schmidt, der in diesem Zusammenhang augenzwinkernd von einem "Gemüse-Ministerpaar" sprach.

Eine der zentralen Aussagen von Christian Schmidt: Die Landwirtschaft sei zu einem Streitthema geworden und aus der Mitte der Gesellschaft herausgerückt. In den Betrieben würde auf hohem Niveau gearbeitet, damit die Grundlage der Ernährung und Versorgung geschaffen wird. Dieser wichtigen Arbeit müsse wieder mehr Wertschätzung entgegen gebracht werden, unterstrich Schmidt : "Es kann nicht sein, dass alles verdammt wird, was mit der Landwirtschaft zusammen hängt." Sein Appell: Kritiker sollten nicht nur über, sondern auch mit der Landwirtschaft reden. Und auch die Bauern selbst sieht der Landwirtschaftsminister durchaus in der Pflicht: Sie sollten ihre Arbeit wieder zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Hermann Gröhe unterstrich, dass die Landwirtschaftspolitik gerade im Rhein-Kreis - dessen Flächen zu nahezu 50 Prozent von Bauern genutzt werden - eine große Rolle spiele: "Hier werden Projekte partnerschaftlich umgesetzt, es wird zielorientiert nach Lösungen gesucht." Auch Landrat Petrauschke betonte den hohen Stellenwert der Landwirtschaft im Rhein-Kreis. Sie sei nicht nur vielfältig, sondern auch erfolgreich. Ihre Produkte würden sowohl in heimischen Öl- und Weizenmühlen als auch in der Lebensmittelindustrie verwendet.

Vor dem Besuch auf Gut Norbisrath hatte sich Christian Schmidt in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Bei dieser Gelegenheit erwähnte Ursula Kwasny, dass der Minister einer Bäckerfamilie entstammt: "Er weiß, wie schwer es der Mittelstand hat - da hat er bei schon mal 100 Punkte." Schmidt selbst zeigte sich als "Experte" übrigens beeindruckt von den Partei-Plätzchen, die gestern verteilt wurden: "Das CDU-Logo ist genau in der Mitte zu finden - und die Kekse schmecken. Mein Kompliment."

Quelle: NGZ
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