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Grevenbroich
Zwei von drei "offenen Denkmälern" bleiben in Grevenbroich geschlossen

Grevenbroich. Für den "Tag des offenen Denkmals" in Grevenbroich haben sich kurzfristig einige Änderungen ergeben: Statt wie geplant drei wird nur ein historisches Gebäude am morgigen Sonntag geöffnet sein, nämlich die Villa Erckens mit dem "Museum der niederrheinischen Seele". Und die ist an jedem Wochenende offen.

Auf der virtuellen Landkarte der Internetseite "www.tag-des-offenen-denkmals.de" ist Gindorf noch mit einem gelb-schwarzen Fähnchen markiert. Doch die darunter aufgeführte historische Wassermühle kann nicht wie geplant besichtigt werden. Der Eigentümer habe kurzfristig abgesagt, weil er mit der Sanierung des alten Turbinenwerks noch nicht so weit sei, erklärte der städtische Denkmalschützer Martin Zabel gegenüber unserer Redaktion. Der Termin könne gestrichen werden.

Das gelte auch für das alte Pastorat an der Unterstraße. Die Wevelinghovener haben unter anderem aus Zeitgründen eine Teilnahme am Aktionstag abgesagt, weil sie um 12 Uhr im "DenkHaus" - der ehemaligen Leichenhalle am Klosterweg - eine Ausstellung mit Arbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Maria Gilges eröffnen werden. Das ist aber nicht der einzige Grund: "Das alte Pastorat passt unserer Meinung nicht zum Motto des Aktionstages, der unter dem Thema ,Handwerk, Technik, Industrie' steht", sagt Helmut Coenen vom Kirchenvorstand.

Das 1653 errichtete Gebäude, in dem einst der katholische und der evangelische Pfarrer gemeinsam residierten, wird seit geraumer Zeit renoviert. Das Haus wurde mittlerweile vor dem Einsturz gerettet, sein Inneres entkernt und der Barockgiebel fachmännisch restauriert. Außerdem wurde das gesamte Dach auf Vordermann gebracht. Zurzeit stocken die Arbeiten, sie sollen jedoch im nächsten Frühjahr fortgesetzt werden. Dem historischen Gemäuer - das Pastorat ist das älteste Haus von Wevelinghoven - soll zur Erft hin ein moderner Pfarrsaal angegliedert werden.

So bleibt morgen nur noch das Museum übrig. Martin Zabel empfiehlt Interessierten vor allem einen Besuch des Kellers der 1887 errichteten Industriellen-Villa. Dort ist der Prototyp der sogenannten Kniehebelpresse ausgestellt, die der Grevenbroicher Erfinder Diedrich Uhlhorn 1817 zur Münzprägung entwickelte. Ein angenehmer Nebeneffekt laut Zabel: Da die Villa Erckens morgen auch als Wahllokal fungiert, ist ein kostenloser Besuch des Hauses möglich. Wer möchte, kann sich dann auch auf den Weg in das Obergeschoss machen, in dem der Niederrhein in allen möglichen Facetten dargestellt wird.

(wilp)
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