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Haan
40 Jahre Awo-Kita: 101 Kinder fühlen sich wohl in Unterhaan

Haan: 40 Jahre Awo-Kita: 101 Kinder fühlen sich wohl in Unterhaan
Melina (vorn) stapelt Bauklötze, die nicht alle rechtwinklig sind. Die Fünfjährige liebt die Kita sehr, sagt ihre Mutter. FOTO: Olaf Staschik
Haan. Konzentriert versucht Milena, einen Turm aus Holzklötzen zu bauen, Das alleine ist schon schwierig genug für die Fünfjährige, nahezu unmöglich wird es, wenn der kleine Krabbelbruder Maximilian das tut, was alle Kleinkinder liebend gerne tun - Türme umschmeißen.

Milena bleibt gelassen, fühlt sich sichtlich wohl in dem hellen freundlichen Gruppenraum der "Schmetterlinge". "Sie liebt den Kindergarten so sehr", erzählt Mutter Olga Reim, "das wird nächstes Jahr sicher viele Tränen geben, wenn sie in die Schule wechselt."

Milena ist eins von 101 Kindern, die derzeit die integrative Awo-Kita in Unterhaan besuchen. Zum 40-jährigen Bestehen sind viele gekommen, Eltern, Freunde, Verwandte und Ehemalige wie Andreas Kirchmann. "Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in der blauen Gruppe war und dass wir Jungs uns immer um so schwarze Tretautos mit gelben Streifen gestritten haben, das war damals echt der Hit", erzählt der zweifache Vater, dessen Sohn Ben seit August die Awo Kita besucht. "Das Konzept hier gefällt meiner Frau und mir richtig gut, ich bin beeindruckt, mit wie viel Energie hier an die vielen Aufgaben herangegangen wird", schwärmt Christmann. Leiterin Angelika Thierbach freut sich sichtlich über das Kompliment. Viele Blumensträuße und Glückwunschkarten zieren ihren Schreibtisch, die anerkennenden Worte in den vielen Gesprächen, die sie an diesem Tag führen muss, klingen ehrlich und aus vollem Herzen. "Ich höre von so vielen, dass unsere Kinder sehr selbstbewusst und weit für ihr Alter sind, ich denke, dass hat viel damit zu tun, dass wir selbst die Kleinsten in Entscheidungen mit einbinden", erklärt die 60-Jährige, die die Kita seit acht Jahren leitet. Wertschätzung durch Wahlkompetenz - möchte ich in der Eisbären-Gruppe lieber mittanzen oder bei den Schmetterlingen basteln? "Alternativen anzubieten, vermittelt dem Kind das Gefühl von Eigenkompetenz. Es fühlt sich ernstgenommen und angehört und das führt automatisch zur Stärkung des Selbstwertes", erläutert Angelika Thierbach.

Seit einigen Jahren ist die Kita mehrfach zertifizierter Bewegungskindergarten, weitere Schwerpunkte liegen auf musikalischer Frühförderung, Sprachen und Inklusion. "Wir haben mittlerweile fünf Kinder mit Förderbedarf und es macht mir viel Freude, weil es die Vielfalt der Einzigartigkeit eines jeden noch unterstreicht", schwärmt Erzieherin Birgit Kühnen.

(dani)
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