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Haan
6000 Euro für Erdbebenopfer in Nepal

Haan: 6000 Euro für Erdbebenopfer in Nepal
Die Band "Bad Stash" eröffneten im Rockin' Rooster-Club an der Dieselstraße beim Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in Nepal den Reigen der Bands. FOTO: Olaf Staschik
Haan. Benefizkonzert des Rockin' Rooster-Clubs lockt mehr als 300 Gäste in die Konzerträume an der Dieselstraße in Haan. Von Dirk Neubauer

Es begann mit den Musikern der Band "Bad Stash" und endete mit "Demolition in Progress": Mitten im Gewerbegebiet, an der Dieselstraße 5, herrschte eine Stimmung wie bei einer Klassenfete. Nur dass unter den rund 300 Gästen der ein oder andere Grauhaarige dabei war und einige Zuhörer Waschbär- statt Waschbrett-Bäuche trugen. Aber der Klang und der Schwung - wie damals. Im Rockin' Rooster-Club gaben sich elf Bands aus Haan und Umgebung die Klinkenstecker in die Hand. Alles für einen guten Zweck: Die Einnahmen des Benefizkonzerts: Insgesamt 6000 Euro kommen den Erdbebenopfern in Nepal zu Gute.

Zugleich zeigte der Rockin' Rooster Club, wozu rund 70 engagierte Mitglieder und viele, viele Unterstützer fähig sind. Zwei von ihnen hatten die Idee für das Benefizkonzert. "So soll es bei uns sein - Rockin' Rooster bietet den Raum und die Möglichkeiten, seine Ideen umsetzen", sagte der Vereinsvorsitzende Dieter Jürgens. Am Mittwoch war dann ganz Haan auf die eine oder andere Weise involviert. Schirmherr und Bürgermeister Knut vom Bovert war bereit, Fünfe gerade sein zu lassen: "Ich hoffe dass die Nachbarn hier das auch so sehen wie ich: Wenn es um eine gute Sache geht, darf es auch mal laut werden." Die Nachbarn: Winkten freundlich vom Balkon - endlich was los auf der Dieselstraße.

Die eine Hälfte der Gäste stand drinnen vor der Bühne; die andere Hälfte tankte vor der Tür zum Club frische Luft. Das Ordnungsamt hatte unbürokratisch die Ausnahmegenehmigungen erteilt, Tina und Teddy Henschke den Toilettenwagen zur Verfügung gestellt. Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsgruppe Gruiten, sorgte für den Sanitätsdienst und eine Gulaschsuppe. Der Haaner Turnverein stellte das Musiker-Zelt. Torsten Henkel sponserte das Bier, Dominik Winter vom Palazzo Haan grillte, Elektromeister Gerd Engels hatte die Anlage verkabelt. Vermieter und Werbeagentur - alle zogen mit.

Die elf Band traten kostenlos auf. Mehr noch: Es gelang, sie alle auf eine gemeinsame Sound-Abstimmung festzulegen. Da sind Musiker normalerweise mehr als zickig. Doch hier beugten sich alle dem Diktat eines straffen Zeitplans: Jede Gruppe durfte 20 Minuten lang spielen - mehr nicht. Mitgebracht werden durften die eigenen Instrumente und die Pedalerie des Schlagzeugs. "Das wird vielleicht nicht das bis ins letzte ausgesteuerte Konzerte - aber es geht", freute sich Dieter Jürgens.

Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert sollen bewusst zwei kleineren Hilfsinitiativen zu Gute kommen. Jürgens: "Das Himalaya Projekt betreut Kinder in der Region und vergibt Patenschaften. Die Gründerin, Sonja Radix, kenne ich persönlich. Ich bin sicher, dass unsere Spende dort ankommt, wo sie benötigt wird. Das Gleiche gilt auch für den Verein Back To Life, der in Indien und Nepal Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Er baut dort Schulen und Systeme zur Trinkwasserversorgung."

Dabei setzte Rockin' Rooster ganz auf freiwillige Spenden. Helfer gingen mit großen Sammeldosen und -flaschen herum. Wer etwas gab, bekam als Zeichen einen großen Papier-Button ans Revers - und ein gutes Gefühl als Zugabe.

Quelle: RP
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