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Haan
Asyl blockiert Gymnasiums-Neubau

Haan. Baudezernent Alparslan: Bis 30. 11. 2016 muss Sporthalle wieder frei sein. Von Christoph Schmidt

Seit Mitte Oktober dient die Dreifachsporthalle Adlerstraße als Notunterkunft des Landes für Flüchtlinge. Ende 2014 hatte der Stadtrat beschlossen, das benachbarte Gymnasium durch einen vierzügigen Neubau zu ersetzen. Mit rund 26 Millionen Euro ist das eines der teuersten Projekte der Stadt. So lange die benachbarte Sporthalle noch als Notquartier gebraucht wird, kann nicht mit den Arbeiten begonnen werden. Das teilte Dezernent Engin Alparslan gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss mit. Begründung: Neu gebaut wird bei laufendem Schulbetrieb.

Dafür wüurden sämtliche Flächen auf dem Schulgelände benötigt, beispielsweise für die Baustellenzufahrt oder Container für Ersatzklassen. Die Notunterkunft in der Sporthalle sei zunächst nur für drei bis sechs Monate geplant. Jetzt gingen der Kreis Mettmann und die Bezirksregierung davon aus, dass die Halle noch länger als Notquartier gebraucht wird. Das könnte den Fahrplan für den Neubau des Gymnasiums gefährden, erläutert Alparslan. Das Projekt muss europaweit ausgeschrieben werden. Bis 31. Dezember müssen die Kalkulationsunterlagen an die ausgewählten Bieter versandt werden.

"Ab diesem Zeitpunkt könnte eine spätere Aufhebung des Vergabeverfahrens ohne Auftragserteilung hohe Schadensersatzforderungen der beteiligten Bieter zur Folge haben", warnt der Baudezernent: "Gleiches gilt in höherem Maße für zeitliche oder organisatorische Störungen im Projektablauf nach Vertragsunterzeichnung." Diese ist für den Dezember 2016 vorgesehen: "Spätestens dann muss die Notunterkunft in der Sporthalle aufgelöst sein."

Quelle: RP
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