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Haan
Baupläne am Bachtal sind umstritten

Haan: Baupläne am Bachtal sind umstritten
Nördlich der Wiesenstraße (unten) sollen bis zu sechs Wohneinheiten entstehen. Für die Erschließung wären Teile des Bachtals nötig. FOTO: googlemaps
Haan. Zwischen Allee-/Kamp- und Robert-Koch-Straße stellen sich Planer neue Wohnhäuser vor. Der Stadtentwicklungsausschuss schiebt die Beratung aber erneut hinaus. Von Ralf Geraedts

Die tiefen Grundstücke zwischen der Alleestraße und dem Haaner Bachtal sind manchem Eigentümer zu groß. Ein Bebauungsplan "Wiesenstraße" soll nun die Möglichkeit schaffen, die Bereiche nördlich und südlich der Wiesenstraße maßvoll zu verdichten.

Der Stadtentwicklungsausschuss mochte in seiner jüngsten Sitzung allerdings dem Vorschlag der Verwaltung noch nicht folgen, einen Aufstellungsbeschluss zu fassen. Es wurden kritische Stimmen laut und jetzt soll es zur nächsten oder übernächsten Sitzung des Gremiums erst eine Ortsbesichtigung und dann eine erneute Diskussion geben. Dreh- und Angelpunkt ist die Erschließung der potenziellen Baugrundstücke. So sieht eine Studie des Haaner Planungsbüros ISR vor, die Parzellen nördlich der Wiesenstraße über den vorhandenen Stichweg anzufahren.

Dieser Weg müsste aber verbreitert und verlängert werden. Dafür müssten Teile des Haaner Bachtals geopfert werden. "Damit tue ich mich schwer", meinte Technischer Beigeordneter Engin Alparslan. So einen Schritt mit Blick auf lediglich sechs Wohneinheiten in drei Doppelhäusern zu tun, vertrage sich auch nicht mit dem Gartenstadt-Charakter. Die Planer dagegen bezeichnen den denkbaren Baugrund als "sehr wertvolle Fläche" für den Wohnungsbau und halten die Verdichtung in dem Stadtbereich für "verträglich".

Walter Drennhaus (SPD) regte an, dem Maschinenbauunternehmen Rausch einen anderen Standort zu vermitteln und dann über den Eckbereich Allee-/Robert-Koch-Straße die Erschließung zu realisieren. Er machte auf ein weiteres Manko aufmerksam: Die Gärten aller Gebäude im Umfeld seien zum Bachtal hin orientiert, nur bei den vorgeschlagenen Neubauten solle dies anders sein.

"Wir halten die Planung für verfehlt", lehnte Andreas Rehm (GAL) die Bebauungsplan-Idee ab. Reinhard Zipper (FDP) äußerte Verständnis für die Beweggründe der Grundstückseigentümer, hatte aber auch aus Sicherheitsgründen Bedenken zum schmalen Erschließungsweg. Für die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan lehnte Peter Schniewind die Planung ab. Annette Leonhardt (CDU) lehnte die Zufahrt durch den Park ab und beantragte einen Ortstermin.

Quelle: RP
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