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Haan
Bürger wollen ihre Innenstadt beleben

Haan: Bürger wollen ihre Innenstadt beleben
Seit dem Umzug den Modegeschäftes Molitor zur Friedrichstraße ist auf dem oberen Neuen Markt ein Ladenlokal frei. Mit der Entwicklung der Innenstadt sollen auch die Leerstände reduziert werden. FOTO: Olaf Staschik
Haan. Konkrete Projekte werden am Donnerstag auf der Innenstadtkonferenz benannt. Alle Interessierten sind eingeladen. Von Alexandra Rüttgen

Haaner Bürger sind erneut dazu aufgerufen, am "Integrierten Handlungskonzept für die Haaner Innenstadt" mitzuwirken. Dazu haben die Stadt Haan und das Kölner Planungsbüro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen jetzt zur zweiten Innenstadtkonferenz eingeladen. Sie läuft am Donnerstag, 23. April, 18 Uhr, in der Aula des Städtischen Gymnasiums, Adlerstraße.

Worum geht es? Integrierte Handlungskonzepte sind in NRW seit 2008 eine verpflichtende Grundlage für alle Teilprogramme der Städtebauförderung. Das heißt, eine Stadt erhält nur dann Geld von Bund und Land, wenn sie ein solches Konzept erarbeitet hat. Auch EU-Mittel können beantragt werden. Das Handlungskonzept soll die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern. Gefördert werden dabei unter anderem die Erschließung oder Freilegung von Grundstücken, die Modernisierung privater Gebäude oder Investitionen zur Standortaufwertung

Was passiert am Donnerstag? Es werden zunächst die Ergebnisse der ersten Innenstadtkonferenz und des Planungstags Innenstadt sowie die daraus hergeleiteten konkreten Maßnahmenvorschläge und Projekte vorgestellt. "Anschließend sind die Teilnehmer eingeladen, an unterschiedlichen Themenständen zu den vorgestellten Maßnahmen ihre Anregungen und Änderungswünsche einzubringen", schreibt Amtsleiter Peter Sangermann. Was ist bisher geschehen? Bei der ersten Innenstadtkonferenz im Juni 2014 hatte die Bürger Gelegenheit, an vier Themenständen ihre Anregungen und Wünsche mit Vertretern des Büros und der Stadtverwaltung zu diskutieren. Im November 2014 fand dann der "Planungstag Innenstadt" statt. In drei parallel ablaufenden moderierten Workshops konnten alle Interessierten Projektideen zu den Themenfeldern "Neuer Markt und Einzelhandel, Standortentwicklung Windhövel", "Rathauskurve, Stadteingänge, Alter Markt, Landesfinanzschule" und "Leitbild Gartenstadt, Grünflächen und Stadtgestaltung" erörtern. Ursula Mölders vom Planungsbüro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen berichtet von einer "regen Teilnahme" der Haaner - zur ersten Innenstadtkonferenz kamen 120, zu den Arbeitsgruppen insgesamt 100 Teilnehmer. Planungsamtsleiter Sangermann hofft für Donnerstag auf rund 70 Bürger.

Wie wird es weitergehen? "Am Donnerstag werden wir eine Liste aller Projekte erstellen, die gewünscht sind und die Bestandteil von Förderanträgen sein könnten", erläutert. Sie begleitet die Veranstaltungen in Haan und wertet die Ergebnisse aus. Das Konzept muss vom Rat beschlossen werden, "dann kann die Stadt Haan Förderanträge bei der Bezirksregierung stellen." Im optimalen Fall könne mit einem Projektstart im kommenden Jahr gerechnet werden, sagt Mölders.

Gibt es noch einen Haken? Zu jedem Städtebauprojekt muss die Stadt einen Eigenanteil von 40 Prozent aufbringen. Angesichts der hohen Verschuldung des städtischen Haushalts stehen die Chancen für größere Neubauten, sofern überhaupt gewünscht, daher nicht gut. Aber man könne auch mit kleinen Dingen viel bewirken, sagt Sangermann. Kleinere Maßnahmen werden unter anderem für das Hallenbad und den Schillerpark überlegt.

Quelle: RP
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