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Haan
Bürgerinitiative will Haaner Gärten retten

Bürgerinitiative will Haaner Gärten retten
Haan will künftig Gartenstadt werden. FOTO: Staschik, Olaf
Haan. "Rettet die Gartenstadt!", so heißt eine Bürgeriniative, die sich am Samstag in Haan gegründet hat. Die Anwohner wehren sich gegen dagegen, dass der Innenbereich zwischen Bahnhofstraße, Luisenstraße, Stöcken und Talstraße bebaut werden soll. Bislang sind dort Gärten. Von Alexandra Rüttgen

Die Bürger befürchten nun, "dass eine der wenigen grünen Oasen der Gartenstadt zerstört werden soll". Außerdem sehen sie "eine zusätzliche gesundheitsschädigende Lärm- und Abgasbelastung" und "dass die Straße Stöcken aufgrund des zu erwartenden Verkehrs aus den Nähten platzt". Das teilen die Sprecher der jeweiligen Straßen mit: Ursula Esser (Luisenstraße), Dr. Michael G. Hoog (Stöcken), Brunhild Kurz (Talstraße) und Dr. Helmut Weber (Bahnhofstraße).

Tatsächlich soll der Bereich laut Bebauungsplan 133 "nachverdichtet" werden. Das heißt, dass Privateigentümer einen Teil der Grünflächen in Nähe des Baudenkmals Stöcken bebauen wollen. Die Zufahrt zu den Grundstücken könnte über Luisenstraße 17 oder Stöcken 5 erfolgen.

Es sind mehrere Varianten im Gespräch. Sie reichen von der Bebauung mit drei Wohngebäuden mit "weitläufigem, villenartigen Charakter" bis hin zu mindestens sechs Wohngebäuden in "kompakter Anordnung". Schon am Begriff "Nachverdichtung" stören sich die Bürger. Sie sehen darin "eine sprachliche Beschönigung der Zerstörung von wichtigem Gartenland". Die Initiative will nun nicht nur für ihren Bereich kämpfen, "sondern auch anderen Bürgern zur Seite stehen, wenn bei ihnen Innenbereiche nachverdichtet werden sollen", heißt es.

Zupass dürfte den betroffenen Bürgern dabei die jüngste Entscheidung des Wirtschaftsförderungsausschusses kommen. Bei Enthaltung von WLH und GAL stimmte die Mehrheit mit den Stimmen der SPD nun doch dafür, Haan offiziell den Beinamen "Gartenstadt" zu geben. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, der zunächst abgelehnt worden war. Die Sozialdemokraten stellten die Bedingung, "dass der Begriff auch mit Leben gefüllt werden soll. Das Prädikat ,Gartenstadt' ist ja doch eine Verpflichtung", sagt Jens Niklaus (SPD), stellvertretender Ausschussvorsitzender.

Daher soll es nun einen von der "Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21" bereits 2008 empfohlenen Workshop zum Thema "Zeitgemäße Gartenstadt" geben, um Maßnahmen abzuleiten. 40 Ortseingangsschilder wären auszutauschen. Zwei Drittel sind laut Stadtverwaltung ohnehin verschlissen: Sie reflektieren nicht mehr.

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