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Haan
Bürgerstiftung hat neues Vorstandsteam

Haan: Bürgerstiftung hat neues Vorstandsteam
FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Haan. Erstmals seit Gründung der Bürgerstiftung besteht der neu gewählte Vorstand aus fünf statt drei Mitgliedern. Die Stiftung verspricht sich von der Aufstockung eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit. Von Daniele Funke

Der frisch gewählte, neue Vorstand der Bürgerstiftung Haan & Gruiten hat sich ein ehrgeiziges Ziel für die kommenden vier Jahre gesetzt: das Stiftungskapital auf rund eine Million Euro anwachsen zu lassen. Ein großes Ziel, aber nicht undenkbar. "Die Stiftung ist 2006 mit einem Kapital von 190 000 Euro gestartet, mittlerweile steht es bei 630 000 Euro. Das heißt, wir sind bislang durchaus gesund gewachsen und so soll es bleiben", erklärt der Vorstandsvorsitzende Angelos Tsangaris.

Der Rechtsanwalt hat von Berufs wegen bereits mit der Verwaltung von Stiftungen zu tun, als vierfacher Vater ist er seit rund zwanzig Jahren im Förderverein der Gruitener Walddorfschule aktiv. Auch Petra van der Lest gehört zum neuen fünfköpfigen Team. Die Mitinhaberin des Haaner Kulturbahnhofs freut sich auf ihre neuen Aufgaben, genauso wie Norbert Julius, Wirtschaftsingenieur im Ruhestand und dennoch stets aktiv.

Und schließlich gehört Alexandra Stampfer von der Anlagenbau Stampfer GmbH zum Team: "Ich möchte Haan etwas zurückgeben, ich bin hoch motiviert und gespannt, was wir so auf die Beine stellen." Einzig Dieter Schauf ist bereits seit Gründung aktives Mitglied der Bürgerstiftung, seit 2008 im Vorstand und nun für die nächsten vier Jahre neu gewählt. Dass er der Führungsspitze erhalten bleibt - im Gegensatz zu Annette Braun-Kohl und Barbara Wachsmann, die beide aus persönlichen Gründen ausscheiden - erleichtert die Übernahme ungemein, ist er doch in laufende Prozesse und Projekte involviert.

"Man muss aber sagen, dass alle drei vom alten Vorstand uns hervorragend zur Seite stehen, damit die Übergabe reibungslos klappt", lobt Angelos Tsangaris. Einfach wird die ehrenamtliche Arbeit nicht, gerade in Zeiten niedriger Zinsen sind die Erträge geringer, das zur Verfügung stehende Geld muss umso verantwortungsvoller verwaltet werden. Denn nur die Erträge dürfen zur Unterstützung von Privatpersonen, Institutionen, Vereinen oder Projekten genutzt werden.

Das eigentliche Kapital muss erhalten und unangetastet bleiben. "Rund 25 000 Euro konnten im vergangenen Jahr für Fördermaßnahmen ausgegeben werden, die sich aus Zinserträgen und Spenden zusammensetzen", erklärt Angelos Tsangaris. Eine der Hauptaufgaben wird in den kommenden Jahren die Spenden-Aquise sein. Jeder Betrag, mag er noch so klein sein, trägt dazu bei, dass dort geholfen werden kann, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Bei einer Spende zwischen 2500 und 5000 Euro verdoppelt die Stadtsparkasse Haan den Betrag, hat so im Laufe der Jahre rund 180 000 Euro zur Verfügung gestellt. Barbara Wachsmann ist trotz ihres Ausscheidens nach wie vor begeistert von der Grundidee der Bürgerstiftung. "Bürger für Bürger, das ist ein toller Gedanke. Und die Arbeit hat so viel Freude gemacht und gezeigt, wie viel Sozialkompetenz in unserer Stadt steckt.

Eine tolle Erfahrung."

Quelle: RP
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