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Haan
CDU sieht Investitionsstau im Rathaus

Haan: CDU sieht Investitionsstau im Rathaus
Die Telefonanlage im Haaner Rathaus ist veraltet. Ersatzteile sind kaum noch erhältlich. Die CDU-Fraktion wünscht sich Investitionen in die Technik. FOTO: ola
Haan. Die Fraktion will Haan moderner und schneller machen. Das ist eine Priorität für die laufenden Etat-Beratungen Von Dirk Neubauer

Scharfe Kritik hat die CDU-Fraktion im Haaner Rat am sogenannten Kommunal-Soli geübt, den die rot-grüne Landesregierung auch 2016 eintreiben will. Mit 1,4 Millionen Euro werde die Stadt zur Kasse gebeten - obwohl sie selbst mehr ausgibt als einnimmt und dieses Geld für eigene Projekte bräuchte. Haan klagt gemeinsam mit anderen Städten gegen die Abgabe. Im Zusammenhang mit dem Haushalt 2016 stellten Fraktionschef Jens Lemke und der CDU-Experte fürs Zahlenwerk, Vize Rainer Wetterau, vor allem zwei Themen nach vorn: die dringend notwendige, umfassende Modernisierung der Haaner Verwaltung und die Belebung der Haaner Innenstadt. Zugleich wurde der Vorschlag der SPD, bezahlbare Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Landesfinanzschule zu errichten, erneut zurückgewiesen. Sozialer Wohnungsbau sei in Haan notwendig, aber an anderer Stelle.

Zusammen mit dem zweiten Vize, Gerd Holberg, und Geschäftsführer Folke Schmelcher wurden die Ziele gesteckt: Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit einer modernen Verwaltung erforderten moderne Büroräume und neueste Technik. An beidem mangelt es aus Sicht der CDU in Haan. Die Erfahrungen aus den jüngsten Schulbauprojekten haben die Christdemokraten nachdenklich gemacht. "Allein was sich in modernen Gebäuden an Energiekosten pro Jahr sparen lässt, ist enorm", sagte Lemke. Die Haaner Verwaltung hingegen müsse in alten Gemäuern Dienst tun, die meist ungedämmt seien und über eine in die Jahre gekommene Haustechnik verfügten. Bei der städtischen Telefonanlage und dem Computernetz der Stadt Haan setze sich das Trauerspiel fort. Der Ruf nach dem Neubau eines technischen Rathauses erklang noch nicht - aber es schien, als hätten ihn die Ratsvertreter der CDU bereits auf den Lippen.

Mit Blick auf das Haaner Zentrum will sich die CDU dafür einsetzen, dass sich dort ein gut sortierter Supermarkt als Ankermieter niederlässt. "Das fordern viele Bürger, ganz zu Recht", sagte Fraktionsvize Wetterau. Zudem müsse die City auch für junge Leute wieder interessanter werden.

Mit einem Abstecher über das Thema Flüchtlinge verband die CDU ihre erneute Ablehnung einer Wohnbebauung auf dem landeseigenen Grundstück der ehemaligen Landesfinanzschule. Zunächst müssten die Landesverwaltung und Haan ihre Zahlen zu den Flüchtlingen abgleichen. Hier stünden derzeit zwischen 130 und 140 Menschen weniger in den Landeslisten als tatsächlich in Haan aufgenommen worden seien.

Dass neue und alte Mitbürger preiswerten Wohnraum in Haan brauchen, wollen auch die Mitglieder der CDU-Ratsfraktion nicht leugnen. Für den notwendigen Hausbau gebe es zahlreiche Freiflächen in der Stadt - das zusammenhängende und vielversprechende Gelände der Landesfinanzschule solle - anders als von der SPD gefordert - deshalb nicht mit Wohnhäusern überplant werden.

Quelle: RP
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