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Haan
Centa wächst und kauft Leerstände auf

Haan: Centa wächst und kauft Leerstände auf
Die dunklen Wolken täuschen: Der Firma Centa geht's gut, sie expandiert. Bagger richten den Boden für den Neubau her. Das neue Gebäude an der Eifelstraße soll im ersten Quartal 2016 bezogen sein. FOTO: Olaf Staschik
Haan. Acht Millionen Euro investiert das Haaner Unternehmen in einen Anbau. Leerstände in der Nachbarschaft nutzt es als eigene Flächenreserven. Von Alexandra Rüttgen

Wirtschaftsförderer Elmar Jünemann ist erfreut. Leerstände bleiben in Nähe des Haaner Unternehmens Centa Antriebe Kirschey nicht lange ungenutzt. Mehrfach haben die geschäftsführenden Gesellschafter, die Brüder Bernd und Harald Kirschey, in der Nachbarschaft bereits leer stehende Gebäude angekauft, um sie als Flächenreserven für das eigene Unternehmen zu nutzen - so an der Bergischen Straße, der Landstraße und der Eifelstraße. Insgesamt fünf Mal griffen die Kirscheys zu. Aus Sicht von Jünemann eine "sehr vorausschauende" Strategie: "Es freut uns, wenn Immobilien nicht lange leer stehen. Und Centa gestaltet so immer mehr auch das Bild des Industrieparks."

Centa sei ein "sehr stabiles" Unternehmen. Die Investitionen stärken seinen Standort. Das kann Jünemann auch nach dem Schüco-Schock leichten Herzens sagen. Schüco hatte den Standort in Haan aufgegeben, obwohl das Unternehmen zuvor noch viel Geld in das Werk investiert hatte. Diese Sicherheit war am Ende trügerisch. Centa sei jedoch, anders als Schüco, ein familiengeführtes Unternehmen und kein Großkonzern, betont Jünemann.

Sich selbst bezeichnet die Firma Centa als "führender Hersteller elastischer Kupplungen für Industrie, Marine, Energieerzeugung und Bahntechnik". Ihrem Wachstum trägt sie jetzt mit einem Neubau Rechnung: Das Unternehmen investiert rund acht Millionen Euro in die räumliche Erweiterung an der Eifelstraße. Dort war zuvor die Spedition Marotrans ansässig, die an die Rheinische Straße 31 umgezogen ist.

Der Neubau "ist der nächste Meilenstein unserer Expansionsstrategie", sagt Diplom-Ingenieur Harald Kirschey. Mit 2940 Quadratmetern Netto-Hallenfläche und 860 Quadratmetern Netto-Bürofläche würden Weichen für die Zukunft gestellt.

Das neue Gebäude schließt auf gleichem Hallenniveau an die vorhandenen Gebäude an. In dem Neubau soll vor allem der Wareneingang abgewickelt werden. So würden eine weitere Optimierung des Materialflusses und die Erweiterung des Hochregals ermöglicht. Außerdem werde viel Platz geschaffen für die geplante Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die im bestehenden Gebäude angesiedelt ist.

Nach dem ersten Spatenstich durch Bürgermeister Knut vom Bovert, den Firmengründer Gerhard Kirschey und die Geschäftsführer Bernd und Harald Kirschey sollen die Bauarbeiten zügig vorangehen. Reinhard Willmes von der ausführenden Bauunternehmung Runkel und Architekt Jochen Siebel wollen Gas geben. Das Richtfest ist für den Jahreswechsel geplant; im ersten Quartal 2016 soll im neuen Firmengebäude der Geschäftsbetrieb aufgenommen werden. Weitere Projekte sind bereits in Planung.

Zuletzt hatte Centa im August vergangenen Jahres von sich reden gemacht: Mit einer Logistik-Brücke wurde der Sitz an der Bergischen Straße mit einem ebenfalls hinzugekauften Standort direkt gegenüber verbunden. Er gehörte einem Großhandelsunternehmen, das an die Ohligser Straße zog.

Quelle: RP
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