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Haan
Das ist Haans Frau fürs Kulturelle

Haan: Das ist Haans Frau fürs Kulturelle
Als Standesbeamtin hat Miriam Albuga bis jetzt rund 360 Ehen geschlossen. Jetzt kümmert sie sich um das Kulturleben in der Gartenstadt. FOTO: Olaf Staschik
Haan. Miriam Albuga arbeitet sich in alle Bereiche ein. Partnerschaftsgeburtstag und Freiluft-Konzert waren ihre Feuertaufe. Von Ralf Geraedts

Sie mag es, kreativ zu sein. Sie freut sich, mit vielen Menschen Kontakt zu haben. Sie weiß, wie wichtig netzwerken ist. Und sie hat bisher jeden Tag genossen, den sie als Kulturbeauftragte in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung/Tourismus und Kultur tätig ist. Miriam Albuga ist seit elf Jahren bei der Stadtverwaltung Haan beschäftigt. Aus der Auszubildenden von 2006 ist längst eine Standesbeamtin geworden, die inzwischen rund 360 Ehen geschlossen hat. Anderthalb Tage pro Woche ist sie weiter im Standesamt tätig. Den Rest widmet sie dem Kulturbereich.

Die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit Eu hat sie im Team organisiert und erfolgreich umgesetzt. Und auch das erste Philharmonie-Konzert unter freiem Himmel, das statt erwarteter 300 rund 1000 Gäste auf den Karl-August-Jung-Platz lockte, war ein Teil ihrer Feuertaufe. "Zum Glück ist Miriam Albuga in der heißen Phase zu uns gekommen", sagt Stabsstellen-Leiter Elmar Jünemann.

Im Oktober wird das Programm für die Kultursaison 2017/18 vorgelegt. Die Basis dafür wurde indes vor Miriam Albuga gelegt. Sie verrät nur so viel: Die Reihe mit internationaler Kammermusik wird fortgesetzt. Auch das Niederrhein-Theater wird wieder auf Haaner Bühnen zu sehen sein. 2018 werde es auch wieder einmal Kabarett geben. Das Programm für 2018/19 werde ihre Handschrift tragen, kündigte sie an.

Miriam Albuga ist der Kleinkunst zugetan. Vor acht Jahren zählte sie zu den Mitgründern der offenen Bühnen Bergisch-Land und Rheinland. Nach wie vor ist die Wuppertalerin im Vorstand aktiv. "Auf der Bühne stehe ich nicht", stellt sie klar. Sie besuche gerne Veranstaltungen - und wird gewiss die Kontakte für Haan nutzen können.

Für die Zukunft könnte sie sich Konzerte aus dem Bereich "Weltmusik" vorstellen und werde gern auch Dinge ausprobieren, nachdem sie genau wisse, wie "Haan aufgestellt" ist. Da würde sie sich sehr über Rückmeldungen aus der Bürgerschaft freuen. "Ich bin gespannt zu erfahren, was Haaner mal möchten." Kontakt können Bürger über die E-Mail-Adresse "buergerdialog@stadt-haan.de" aufnehmen.

Derzeit nutzt die 32-Jährige alle Zeitfenster des Arbeitstages, sich in Akten einzulesen, die doch manches erzählen, was in Haaner Kulturdingen geschah und vor allem wie. Dann hat Miriam Albuga angefangen, Kontakte zu Vereinen zu knüpfen. "Es gab schon die ersten Treffen", erzählt sie. Und einige Vereine seien schon aktiv auf sie zugekommen. "Ich empfinde mich als Bindeglied zu den Kulturschaffenden".

Das Partnerschaftsjubiläum war der erste Kontakt in Sachen Städtepartnerschaften. Miriam Albuga hat sich fest vorgenommen, alle Partnerstädte zu besuchen. Eu in Frankreich, Berwick-upon-Tweed in England, die Goethestadt Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt sowie das polnische Dobrodzien stehen somit auf der Liste der Reiseziele. Nur wann sie die Partnerstädte sehen wird, ist noch offen. "Vielleicht gelingt es dabei ja, den ein oder anderen Kontakt neu zu beleben."

Nach der Ausbildung kam Miriam Albuga zum Standesamt. War von dort aus auch beim Gebäudemanagement eingesetzt. Von daher kennt sie die Räumlichkeiten der Stadt Haan, die sie jetzt für kulturelle Veranstaltungen nutzen könnte. Sie hat aber auch kaufmännische und wirtschaftliche Aspekte kennengelernt.

Wie sieht es mit den Finanzmitteln aus, die für die Kultur zur Verfügung stehen? "Die sollen 2018 so hoch sein wie 2017", sagt Elmar Jünemann. Zudem bestehe ja die Möglichkeit, durch erfolgreiche Veranstaltungen das Budget aufzubessern. Nicht zuletzt sei auch der Weg des Sponsorings ein gangbarer, wie das höchst erfolgreiche Philharmoniekonzert gezeigt habe.

Quelle: RP
 
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