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Haan
Feuerwehr übt Ernstfall auf Kirmes

Haan. Donnerstagabend stellten die Einsatzkräfte ein neues Konzept auf die Probe.

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften haben das Deutsche Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und die Feuerwehr Haan am Donnerstagabend auf dem Neuen Markt ein für die Haaner Kirmes eigens entwickeltes Einsatzkonzept geübt. Denn für den Fall eines Ereignisses mit einer größeren Anzahl an Verletzten müssen sich die Organisationen speziell vorbereiten: "Die geringe Fläche, die bei Einsätzen inmitten des Kirmesbetriebs zur Verfügung steht, stellt die Helfer vor besondere Herausforderungen." Das berichtet Mirko Braunheim, stellvertretender Leiter der Feuerwehr.

Im Kreis Mettmann gibt es Einsatzkonzepte, um bei einem sogenannten "Massenanfall von Verletzten" die Sichtung, Versorgung und den Transport der Patienten zu gewährleisten.

"Im Bereich der Kirmes sind diese so nicht umsetzbar, da für deren Umsetzung ausreichende Flächen benötigt werden." So werden im Normalfall beispielsweise mehrere Zelte aufgestellt und Sammelflächen ausgewiesen. "Aufgrund des Umstands, dass während des Kirmesbetriebs eine größere Zahl an Angehörigen der Hilfsorganisation und der Feuerwehr im Dienst und in Bereitschaft sind und umgehend zur Verfügung stehen, konnte ein angepasstes Konzept für die Kirmes entwickelt werden", berichtet Braunheim. Im vergangenen Jahr sei dies bereits außerhalb der Kirmeszeit auf dem Neuer Markt geübt worden. In der vergangenen Woche wurde darüber hinaus auch das Funkkonzept auf die Probe gestellt, "das einen wesentlichen Anteil am Einsatzerfolg hat". Donnerstag nun wurden die größtenteils schon aufgebauten Fahrgeschäfte genutzt, um in möglichst realistischer Umgebung zu üben. 17 Verletztendarsteller waren am Neuen Markt zu versorgen und zu betreuen. Rund 80 Einsatzkräfte meisterten das Geschehen und konnten innerhalb einer dreiviertel Stunde alle Betroffenen sichten, zum Teil behandeln und aus dem Einsatzraum transportieren. Auch der diensthabende Leitende Notarzt des Kreises Mettmann wurde dabei eingebunden.

Mirko Braunheim, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, hatte die Übung vorbereitet und zeigte sich zufrieden: "Die Lage ist sehr gut abgearbeitet worden. Trotz der großen Verletztenanzahl erfolgte eine schnelle Betreuung und Versorgung der Patienten. Uns sind noch kleinere Schwachstellen aufgefallen, die wir nun ausmerzen. Dazu sollte die Übung ja auch dienen."

(arue)
 
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