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Haan
Flüchtlinge legen Beete auf dem Ellscheid an

Haan: Flüchtlinge legen Beete auf dem Ellscheid an
Mit vereinten Kräften wurde an der Unterkunft Ellscheid ein Blumen- und Gemüsebeet angelegt. FOTO: privat
Haan. Idee von ehrenamtlichen Helfern der Caritas stieß auf große Resonanz. Pflanzen wurden gespendet. Von Christoph Schmidt

Kleiderkammer, Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung, Begegnungen im Café im Haus an der Kirche: In Haan engagieren sich viele Bürger, um die Situation der Asylsuchenden zu verbessern. Ehrenamtliche Helfer der Caritas hatten jetzt eine neue Idee: Auf dem Gelände der beiden Unterkünfte in der Ellscheid haben sie Blumen-und Gemüsebeete angelegt. "Die Unterstützung von Sponsoren und von den Flüchtlingen dabei hat uns total überwältigt", berichtet Birgit Schlickmann: "Mit Elan und Körpereinsatz waren ruckzuck vier vertrocknete und von Unkraut überwucherte Brachflächen zu kleinen Pflanzflächen umfunktioniert.

Beim Einsetzen der Pflanzen kamen die Stärken der Frauen zum Einsatz, das Wässern mit Hilfe der neu angeschafften bunten Gießkannen übernahmen die Kinder. Nach getaner Arbeit saßen alle zusammen und sorgten dafür, dass vom leckeren Mitbring-Buffet nichts übrig blieb." Die Bewohner der Unterkünfte werden sich künftig um die Beete kümmern. Damit übernehmen sie eine kleine Aufgabe und Verantwortung. Die Gartenarbeit soll auch die Berührungsängste der Flüchtlinge untereinander abbauen, erläutert Schlickmann. Denn in den Unterkünften leben viele unterschiedliche Nationen plötzlich unter einem Dach. Daneben sollen die Beete die zwar zweckmäßigen, aber doch ein weg trostlosen Unterkünfte verschönern.

Die Wochenmarkt-Beschicker Kollenbroich und Becker, die Firma Selders, der Hagebaumarkt sowie private Spender haben Blumen, Gemüse und Kräuterpflanzen sowie Gartenstühle zur Verfügung gestellt. Der städtische Betriebshof lieferte eine Ladung Komposterde und stellte die benötigten Gartengeräte leihweise zur Verfügung. "Die drei Spitzhacken waren das wichtigste Werkzeug", erzählt Birgit Schlickmann: "Denn der Boden war aufgrund der Trockenheit knochenhart".

Die Freiwilligen der Caritas hatten gehofft, dass vielleicht der eine oder andere Asylsuchende mithelfen würde. Dass es so viele sein würden, hat sie riesig gefreut - und bestärkt, mit der Planung der nächsten Aktion nicht zu lange zu warten.

Quelle: RP
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